Staatsschutz ermittelt nach Nazi-Schmierereien

Vorfall in Brebach beunruhigt SPD-Politiker.

Nazi-Symbole wie Hakenkreuze und SS-Runen haben der oder die Täter an die Wohnungstür des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Frank Durst und an die Wand des benachbarten Gemeindezentrums in der Brebacher Jakobstraße geschmiert. Dazu Parolen mit Rechtschreibfehlern wie "Ich weiß, wo ihr wohnt. SEISS SPD" und "Mein Stiefsohn ist bei der Antifa". Die Tat geschah in der Nacht von Freitag auf Samstag, berichtete Durst der SZ. Er erklärte gestern, sein Stiefsohn sei gar nicht in der Antifa, aber Vorsitzender des Juso-Kreisverbandes Saarbrücken-Stadt. Für Durst ist der Vorfall kein harmloser Streich, sondern eine Sachbeschädigung verbunden mit einer Drohung. Warum sich die Schmierereien gegen ihn und seine Familie richten, kann sich Durst nur so erklären: Die SPD stehe für eine offene Gesellschaft.

Die Polizeiinspektion Brebach wird den Fall an den Staatsschutz weiterleiten. Der geht von einem Einzeltäter aus, es gebe keine rechten Gruppierungen in dem Stadtteil, sagte Christian Eckert, stellvertretender Leiter des Staatsschutzes. 2016 und 2017 habe es auch keine Vorfälle dieser Art in Brebach gegeben. Deshalb werde eine Beziehungstat nicht ausgeschlossen, meinte Eckert.

Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Brebach, Tel. (0681) 9 87 20.

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