Atlantis ruft

Altenkessel. Gut drei Wochen vor der ersten Kappensitzung der Altenkessler Karnevalsgesellschaft "Die Kesselflicker" steht fest, dass die Sitzungen spektakulär sein werden. Denn das neue Bühnenbild hat viele Zuschauer bereits bei der Sessionseröffnung im November fasziniert. "Man kann zur Bühne schauen, wann man will: Das Bühnenbild sieht immer anders aus

Altenkessel. Gut drei Wochen vor der ersten Kappensitzung der Altenkessler Karnevalsgesellschaft "Die Kesselflicker" steht fest, dass die Sitzungen spektakulär sein werden. Denn das neue Bühnenbild hat viele Zuschauer bereits bei der Sessionseröffnung im November fasziniert. "Man kann zur Bühne schauen, wann man will: Das Bühnenbild sieht immer anders aus. Das liegt am Zusammenspiel zwischen der Kulisse und dem Bühnenlicht", sagt Dieter Klockner, alias Theo Colanie, wie er sich als Künstler nennt.Im normalen Hallenlicht sind die zentralen Elemente gelb oder neongelb. Die Kulisse stellt die Ruinen des versunkenen Atlantis und einige schwimmende Delfine dar. Mit der ausgewählten Farbe hat es eine ganz bestimmte Bewandtnis, erklärt der Bühnenkünstler: "Wenn man eine gelbe Fläche mit andersfarbigem Licht anstrahlt, schluckt Gelb die wenigste Farbe." Der Effekt: Jedes Mal, wenn Beleuchter Ralf Guthke die genau auf die Kulisse abgestimmte Beleuchtung umstellt, wechselt das Bühnenbild die Farbe. Das äußere Bühnenbild - es besteht überwiegend aus bis unter die Bühnendecke gestapelten Getränkekisten, die mit blauem Glanzpapier drapiert wurden, und ein paar Wasserpflanzen und Meeresbewohnern aus bemaltem Styropor - macht die Illusion vom legendären, versunkenen Kontinent komplett.

Wie immer seit 1990 - seit diesem Jahr ist Klockner für die Kesselflicker-Bühne zuständig - ist die Idee zum Bühnenbild viel früher entstanden. Er hat seine erste Idee zum Thema Atlantis als Aquarell gemalt und dem Kesselflicker-Vorstand vorgestellt. "Wir müssen dann sicherstellen, dass unsere Garden das Bühnenbild umsetzen können", erklärt der Kesselflicker-Vorsitzende Uli Schacht. Anders als in früheren Jahren haben die Gardetrainerinnen dieses Mal fast auf Anhieb zugestimmt. Im Oktober wurde dann die alte Kesselflickerbühne mit dem Hollywood-Motiv aus dem Vorjahr vom Bühnenteam abgebaut. "Etwa zehn Mitglieder bilden das Hau-Ruck-Team, das die groben Arbeiten übernimmt." Oft sei es schwierig zu verstehen, warum der Künstler die eine Styroporkonstruktion an der einen Stelle und etwas anderes woanders haben möchte. "Wenn er das Vorbereitete dann allerdings bearbeitet, schauen alle nur noch staunend auf das Ergebnis", sagt Schacht.

Viele Teile des aktuellen Bühnenbildes sind neu, andere wurden schon öfter gebraucht. Wie oft zum Beispiel die antiken Säulen schon benutzt wurden, kann keiner der Kesselflicker-Oberen genau beantworten. Als Künstler hat Klockner auch einige Jahre auf Mallorca gelebt. Auf sein Bühnenbild wollten die Kesselflicker damals nicht verzichten. "Jedes Mal, wenn die Zeit kam, habe ich dann ein Flugticket nach Saarbrücken in meiner Post gefunden", so der Künstler, der auf der spanischen Insel sogar zeitweise unter Wasser gemalt hat. Absender war Kesselflicker-Ehrensenator Rudi Maus.

Ganz fertig ist das aktuelle Bühnenbild noch nicht. Im November hat sich gezeigt, dass die vielen verwendeten Spiegel die Bühnenscheinwerfer reflektieren und so dafür sorgen, dass die Zuschauer in den ersten Reihen manchmal geblendet werden. Dafür will Klockner noch eine Lösung finden. Sein Bühnenbild hat "Theo", der auch vor Jahren einmal Kesselflicker-Prinz war, selbstverständlich signiert. Sein Signum prangt unter dem Giebel des sagenumwobenen Atlantis-Tempels.

In Kürze

Die Termine: Prunksitzung, Samstag, 19. und 26. Februar, ab 20.11 Uhr, Seniorensitzung, Sonntag, 27. Februar, ab 15.11 Uhr, alle in der Jahnturnhalle. Rathaussturm am Fastnachtssamstag, 5. März, ab 11.11 Uhr. Kindermaskenball, Fastnachtssonntag, 6. März, ab 15.11 Uhr in der Jahnturnhalle.

Kontakt und Kartenvorverkauf bei Ursula Hess, Telefon (0 68 98) 8 19 47, E-Mail: Die-Kesselflicker@t-online.de