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Mitzvah-Tag verbessert mit vielen kleinen Aktionen die Welt

Mitzvah-Tag verbessert mit vielen kleinen Aktionen die Welt

Einer jüdischen Britin hat es das Saarbrücker Jugendhilfezentrum zu verdanken, dass die Synagogengemeinde und der Jüdische Frauenbund Saar gestern eine Spende in Höhe von 1000 Euro übergeben haben, mit der unbegleitete jugendliche Flüchtlinge unterstützt werden sollen.

"Laura Marks hat 2005 bei einem Aufenthalt in den USA den Mitzvah-Day entdeckt und war von diesem jüdischen Ehrenamtstag so begeistert, dass sie die Idee mit nach Großbritannien nahm", so erklärte der Vorsitzende der Synagogengemeinde Saar, Richard Bermann jetzt bei der Spendenübergabe. Das Konzept des Mitzvah Day basiert auf zentralen jüdischen Werten wie: Tikkun Olam ("Verbesserung der Welt"), Tzedek ("Gerechtigkeit") und Gemilut Chassadim ("Mildtätigkeit"). "Unser Kantor Benjamin Chait hatte die Idee, eine Blutspendeaktion zum machen", so Bermann. Also kam der Blutspende-Bus des Deutschen Roten Kreuzes an die Synagoge, und die Gemeindemitglieder sollten Blut spenden. Im Gegenzug spendete der Jüdische Frauenbund zehn Euro pro Blutspende, dafür hatten die Damen extra auf ihre Jahresfahrt verzichtet, so kamen 500 Euro zusammen. Zusammen mit der Spende einer Frankfurter Bank in Höhe von 1000 Euro , 300 Euro an Einzelspenden von Gemeindemitgliedern und 700 Euro von der Synagogengemeinde kamen so 2500 Euro zusammen. 1500 Euro sollen an die Clearingstelle für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge in Völklingen gehen. Die 1000 Euro sollen in die Einrichtung einer Wohnung fließen, in der unbegleitete jugendliche Flüchtlinge leben sollen.