,,Irgendwann ist immer jemand tot“

Quierschied · „Pleiten, Pech und Leichen“ heißt der aktuelle Krimi von Elke Schwab. Bei einer Lesung mit der Buchautorin erlebten die Zuhörer in der Quierschieder Gemeindebücherei einen sehr vergnüglichen Abend.

 Im Anschluss an den Krimi-Abend mit Elke Schwab war natürlich noch Zeit fürs Signieren. Foto: bo

Im Anschluss an den Krimi-Abend mit Elke Schwab war natürlich noch Zeit fürs Signieren. Foto: bo

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Als eine der blutrünstigsten Autorinnen war Elke Schwab einst auf einer Liste aufgeführt. Doch der in Saarbrücken geborenen Krimi-Autorin schien dies eine zweifelhafte Ehre. Deswegen wollte sie mit ihrem aktuellen Roman "Pleiten, Pech und Leichen " neue Wege beschreiten. Doch: "Ich kann machen was ich will - irgendwann ist immer jemand tot", kommentierte sie selbstironisch. Knapp 60 Besucher hatten sich zu der Lesung am Dienstagabend in der Quierschieder Gemeindebücherei eingefunden, bei der sie Kostproben ihres neuen Werkes vortrug.

Ihre Hauptfigur ist Jennifer Klein (35), Aushilfe in einer Bäckerei, die grundsätzlich in jedes Fettnäpfchen tritt und ihre Unzufriedenheit mit ihrem Leben mit Ebay-Verkäufen und Ladendiebstählen kompensiert. Dies verwickelt sie irgendwann in einen Fall, bei dem es das Leben des Europa-Galerie-Managers in Saarbrücken kostet.

Die heute in Sarre-Union lebende Elke Schwab zeigte sich als sympathische Vorleserin, die so gut ankam, dass es bereits nach dem ersten gelesenen Absatz Applaus hagelte. "Es ist aber noch nicht vorbei", scherzte sie da.

Die bereits zweimal mit dem Saarländischen Autorenpreis in der Kategorie "Krimi" ausgezeichnete Autorin las ihre Figuren jeweils mit unterschiedlicher Stimme vor. Besonders anerkennende Reaktionen beim altersmäßig gut durchmischten Publikum ernteten die lustigen Wortgefechte zwischen Jennifer Klein und ihrer Oma Käthe. Am besten gefiel der Autorin das "unbefangene, total offene Publikum" in Quierschied , erzählte Elke Schwab am Rande der Veranstaltung. Der Verlag habe bereits wegen einer möglichen Fortsetzung um den Charakter der Jennifer Klein angefragt. Dies sei dank bereits vorhandener Ideen auch möglich, so Schwab: "Es spukt schon im Kopf".

Mit Sicherheit würden auch die Leser weitere Geschichten um die chaotische Protagonistin gerne mitverfolgen. Zumindest legen das die Kommentare der Besucher am Ende der etwa einstündigen Lesung nahe.

"Ich fand's kloor", freute sich beispielsweise Hedi Grewenig. Die Göttelbornerin kannte Elke Schwab vorher nicht, war deswegen unbefangen und umso begeisterter. Ein dickes Lob gab es auch von Schriftsteller-Kollegin Nicole Kolling. Die Friedrichsthalerin debütierte jüngst mit ihren "Tagebuch einer Hexe"-Romanen und ist ebenfalls für den Saarländischen Literaturpreis nominiert. Dieser wird kommende Woche auf der Buchmesse "HomBuch" in Homburg vergeben. Auch sie fand nur gute Worte für Elke Schwab : "Ich bin total begeistert". Bei Getränken, Schnittchen und gutem Gespräch klang der Abend in der Gemeindebücherei dann gemütlich aus.

Den Krimi "Pleiten, Pech und Leichen " gibt es im Buchhandel oder in der Gemeindebücherei Quierschied auszuleihen. Weitere Informationen und Leseproben findet man im Internet unter www./elke-schwab.blogspot.de