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Wippende Füße und trommelnde Finger

Wippende Füße und trommelnde Finger

Püttlingen. Jubiläumsklänge vom Allerfeinsten präsentierte die Musikschule Püttlingen am Sonntag in der beinahe proppenvollen Stadthalle. "Die Zusammenarbeit der beiden Orchester mit den Solisten wird uns ein wunderbares Klangerlebnis bringen", prophezeite Stefan Weber, Leiter der Musikschule zu Beginn. Der Auftakt gibt ihm recht

Püttlingen. Jubiläumsklänge vom Allerfeinsten präsentierte die Musikschule Püttlingen am Sonntag in der beinahe proppenvollen Stadthalle. "Die Zusammenarbeit der beiden Orchester mit den Solisten wird uns ein wunderbares Klangerlebnis bringen", prophezeite Stefan Weber, Leiter der Musikschule zu Beginn. Der Auftakt gibt ihm recht. "Ross boy" des zeitgenössisch-niederländischen Komponisten Jacob de Haan ist ein geeignetes Werk, das Leistungsspektrum einer Kapelle auszutesten und das Publikum in Schwung zu bringen. Prima gemeistert, prasselnder Applaus, Themenwechsel! Nach dem bombensicheren Großen Blasorchester mit dem in jeder Hinsicht bewegten Stabführer Martin Hanna widmet sich das Kammerorchester der Musikschule, dieses Mal mit seinem langjährigen Dirigenten Andreas Kiefer, leiseren Tönen. Regelrecht sphärisch klingt "Palladio", ein Werk, in das sein Komponist Karl Jenkins, geboren 1944 und Mitglied der Band "Soft Machine", Elemente des Barock, der Klassik und Romantik sowie zeitgenössischer Musik eingearbeitet hat. "Wien bleibt Wien!" und zur sichtlichen Freude des Publikums ein "ewiger Ohrwurm". Füße wippen, Finger trommeln den Takt, der Applaus brandet heftig. Das erwartete Zusammenspiel der beiden Orchester wird schließlich zum Höhepunkt des Jubiläums-Konzertes, wenn nicht des ganzen Musikjahres in der Köllertalstadt. Bernadette Meyer, Sopran, zelebriert regelrecht das "Vilja-Lied" aus der Operette "Die lustige Witwe". Sebastian Welker entpuppt sich als aufregender Tenor mit großem Gefühl für die tragenden Rollen des Musical und, im Zusammenspiel mit der Sopranistin und den Ensembles, die Welt von Andrew Lloyd Webber. "Spiel mir das Lied vom Tod" klingt ebenfalls prickelnd, die "Finlandia" von Jean Sibelius nordisch frisch und mit zwei echten "Anregern", dem überwältigenden "Pomp and Circumtance" von Edward Elgar und dem beschwingten "Das ist die Berliner Luft", klingt das Festkonzert nach über zwei Stunden aus.Das Jubiläum der Püttlinger Musikschule ist damit längst nicht abgefeiert: Am Sonntag, 9. November, spielt erneut das Große Blasorchester, dann im Zusammenwirken mit dem Jugendorchester. Das Konzert in der Stadthalle beginnt um 17 Uhr. Und am Sonntag, 14. Dezember, legen sich noch einmal alle Chöre, Ensembles und Orchester der Musikschule ins Zeug-beim großen Weihnachtskonzert in der Stadthalle.