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Hohe Mauer sorgt für Bedenken
Werksausschuss für Discountmarkt im Bereich In den Siefen

Püttlingen. Ob ein Discountmarkt im Bereich des Köllerbacher Wohngebietes In den Siefen sich auf Dauer halten kann, muss die Zukunft zeigen. Dort hat vor Jahren schon einmal ein Supermarkt die Segel mangels Nachfrage gestrichen.

Jedenfalls will dort ein Investor, wie berichtet, das bestehende Gebäude einreißen, um Platz für einen neuen größeren Discounter zu schaffen – immer vorausgesetzt, es kommt zu einer entsprechenden Übereinkunft mit dem Eigentümer. Der Werksausschuss der Stadt Püttlingen hat in seiner jüngsten Sitzung, nach vorheriger Ortsbesichtigung, mit großer Mehrheit bei einer Enthaltung das Projekt befürwortet.


Und das trotz Bedenken in einem bestimmten Punkt: Der Neubau könnte gegebenenfalls nur realisiert werden, wenn gleichzeitig eine bis zu sieben Meter hohe Mauer das Gelände abfängt. Gleichwohl: Gewerbeansiedlungen im Stadtgebiet sehen die Räte eigentlich gerne. Peter Müller von der CDU-Fraktion brachte deshalb einen Mal- oder Graffitiwettbewerb ins Gespräch, um das städtebaulich wohl wenig ansehnliche Mauerbauwerk aufzuhübschen, falls das Bauprojekt zustande kommen sollte.

Dem Zukunftsthema „Elektro-Fahrrad-Mobilität“ gewidmet ist ein weiterer, einstimmig gefasster Beschluss des Ausschusses: An vier Standorten in Püttlingen (Kulturbahnhof, Marktplatz, Trimmtreff, Burg Bucherbach in Köllerbach) sollen Ladestationen für Fahrräder mit Akkuantrieb entstehen. Bei einem geschätzten Aufwand von 42 800 Euro werden, nach Bezuschussung aus einem Fördertopf, noch Eigenmittel der Stadt von rund 10 000 Euro erforderlich.



Vertagt wurde ein Antrag des Nabu-Landesverbandes Saar. Dieser hat, für den Bereich des Stadtwaldes, so genannte Habitatbäume ins Gespräch gebracht. Dabei handelt es sich um Bäume, die für 40 Jahre aus der wirtschaftlichen Nutzung heraus genommen werden. Als Altbäume dürfen sie dann für viele Jahre als Nisträume für gefährdete Vögel, Insekten, Säugetiere, seltene Pilz- oder Pflanzenarten dienen. Für dieses Vorhaben haben sich bereits Spender als Baumpaten angeboten, die bereit sind, pro Baum 250 Euro an den Nabu beziehungsweise 170 Euro an die Stadt als Waldeigentümer zu zahlen. Der Werksausschuss hat das Thema vertagt und will dazu in seiner nächsten Sitzung erst einmal den städtischen Förster befragen. Vertagt wurde ebenfalls ein Antrag des Kulturforums Köllertal, das Dach der Wartehalle am früheren Bahnhof Püttlingen mit Photovoltaik zu bestücken.

(et)