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Aus dem Stadtrat
Viel zu tun in Sachen Gleichberechtigung

Viele Männer waren im Krieg, so sollten nun mehr Frauen in die Arbeitswelt eintreten – dafür warb das 1943 von J. Howard Miller in den USA gestaltete Propaganda-Plakat. Tatsächlich war es für die Gleichberechtigung aber noch ein langer Weg und ist es zum Teil noch immer. In Püttlingen stellte die Gleichstellungsbeauftragte nun ihren Jahresbericht vor.
Viele Männer waren im Krieg, so sollten nun mehr Frauen in die Arbeitswelt eintreten – dafür warb das 1943 von J. Howard Miller in den USA gestaltete Propaganda-Plakat. Tatsächlich war es für die Gleichberechtigung aber noch ein langer Weg und ist es zum Teil noch immer. In Püttlingen stellte die Gleichstellungsbeauftragte nun ihren Jahresbericht vor. FOTO: picture alliance / Heritage-Imag / dpa Picture-Alliance/Fine Art Images
Püttlingen. Emanzipation von Frauen und Männern im Stadtgebiet Püttlingen ist ihr Ziel: Die Gleichstellungsbe- auftragte Margret Schmidt stellte im Püttlinger Rat ihren Jahresbericht vor. Von Walter Faas

„Haben Sie eigentlich überhaupt noch Freizeit?“ Das wollte man in der jüngsten Sitzung des Püttlinger Stadtrates von Margret Schmidt wissen. Am 1. November 2016 hatte sie ihre Tätigkeit als kommunale Gleichstellungsbeauftragte aufgenommen – und hat, das ging aus ihrem umfangreichen Bericht hervor, seither viel geschafft. Sie hat mit Blick auf den Frauenförderplan bei Personalentscheidungen der Verwaltung und des Personalrates mitgewirkt, hat bei Weltfrauentagen, der Frauengesundheitswoche, beim „Zukunftstag für Mädchen und Jungen“ ihre Kompetenz eingebracht, hat Hausbesuche gemacht, hatte Gespräche mit Rat suchenden Männern wie Frauen im Mehrgenerationenhaus und im Seniorenbüro.


In diesen Gesprächen ging es, beispielsweise, um Trennung und/oder Scheidung, um psychosoziale Probleme, Vermögens- und Rentenberatung, anstehende Heimunterbringungen, Kosten der Bestattung, unerwünschte Schwangerschaften, Mobbing, Zwangsehen und auch um häusliche Gewalt. Die Gleichstellungsbeauftragte hat dabei als Vermittlerin gewirkt und so eng mit Vereinen, Organisationen, Krankenhäusern, Ärzten, dem Jobcenter, Seniorenheimen, Krankenkassen, der Agentur für Arbeit und weiteren Partnern zusammengearbeitet. Sie hat zudem Wickelplätze in Einrichtungen der Stadt auf den Weg gebracht, Kontakte zu Frauenverbänden gepflegt, an Tagungen der Landesarbeitsgemeinschaft „Kommunale Frauenbeauftragte“ und anderen Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen.

Bei Veranstaltungen im Rahmen des Sommerferienprogramms für Kinder und Jugendliche, aber auch für Senioren, hat sich Margret Schmidt aktiv beteiligt. Applaus und viel Lob gab es naturgemäß nach ihrem Vortrag von den Stadtverordneten. Astrid Schramm (Die Linke) sagte: „Frau Schmidt, es wird viel von Ihnen gesprochen. Sie haben sich einen guten Ruf erarbeitet.“ Kerstin Bremm (FDP): „Viele wichtige Themen finden bei Ihnen einen kompetenten Ansprechpartner.“ In ähnlicher Weise äußerten sich auch Denise Klein (SPD), Vera Kaltz (CDU) und der Verwaltungschef, Bürgermeister Martin Speicher.



Erreichbarkeit: Die kommunale Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Püttlingen ist während der Dienstzeiten der Verwaltung unter Telefon (0 68 98) 6 91-1 21 zu erreichen.

Die Püttlinger
Gleichstellungs-
beauftragte 
Margret Schmidt.
Die Püttlinger Gleichstellungs- beauftragte Margret Schmidt. FOTO: BeckerBredel