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Unternehmen expandieren
In Püttlinger Industriegebiet tut sich was

Püttlingen. Das Ende war auch ein Anfang: Aus dem Niedergang der SKF in Püttlingen entstand ein Gewerbegebiet, das jetzt komplett vermarktet ist. Von Andreas Lang

Nicht nur für die 320 Mitarbeiter des Unternehmens, auch für die Stadt Püttlingen war es ein Schlag gewesen, als 2004 der Gleitlager-Fabrikant SKF („Schwedische Kugellager-Fabrik“) seinen Standort im Stadtteil Köllerbach schloss. Doch das alte Industriegebiet – bereits 1847 war dort das später von SKF übernommene Gleitlagerwerk entstanden – konnte nach und nach vermarktet, der Verlust konnte kompensiert werden. Die letzten großen verbliebenen Flächen werden nun auch offiziell an den Mann, beziehungsweise an den Unternehmer gebracht: Die  Stadt Püttlingen stimmte dem Verkauf und der Erschließung von verbleibenden Grundstücken des ehemaligen SKF-Werkes zu. Der Püttlinger Stadtrat hat die Verwaltung bei seiner Sitzung im Pfarrheim St. Sebastian dazu ermächtigt. Der Kauf soll über die Kommunale-Service-Gesellschaft Püttlingen laufen.


Für den Kauf der Grundstücke im Gewerbegebiet Etzenhofen haben sich die Unternehmen G.u.S. Beteiligungs GmbH (Saarhartmetall) und Folz Gleitlagertechnik beworben, die beide expandieren wollen. Der Stadtrat hatte zuletzt im Dezember 2017 einen Beschluss gefasst, die Gewerbegrundstücke mit einer Gesamtgröße von mehr als 15 000 Quadratmetern zu veräußern, Saarhartmetall gehörte schon damals zu den Kauf-Kandidaten. Die Firma Folz hatte bereits 2015 konkrete Kaufabsichten, musste zwischenzeitlich aber davon vorübergehend Abstand nehmen.