Gewerbegebiet : Firmen investieren in Püttlingen

Dort, wo früher die Firma SKF stand, erweitern Unternehmen ihren Standort. Den Bürgermeister freut’s.

Neue Gewerbegebiete bringen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Doch jeden Tag gehen in Deutschland, Internetrecherchen zufolge, 74 Hektar Grünfläche für Siedlungs- und Verkehrsmaßnahmen verloren. Ein Spagat für  Kommunalpolitiker und Verwaltungen. Im Fall des bereits bestehenden Gewerbegebietes Etzenhofen war das problemlos. Dort wurde 2004 die 1847 von Hans Baumgarten gegründete  Gleitlagerfabrik SKF geschlossen, die Gebäude abgerissen, das Gelände entsiegelt. Seither liegt die ehemalige SKF-Fläche brach. Jetzt meldet Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher (CDU): Die beiden Unternehmen in der unmittelbaren Nachbarschaft „Saar Hartmetall und Werkzeuge“ (laut Internet mit deutschlandweit 150 Mitarbeitern) sowie Dr. Folz Gleitlagertechnik (laut Internet 30 Mitarbeiter) haben sich entschlossen, in Etzenhofen zu expandieren. Verwaltungschef Speicher sagt: „Eine erfreuliche Geschichte, es liegt bereits ein einstimmig gefasster Stadtratsbeschluss vor.“

Da über das SKF-Gelände hinaus der Püttlinger Stadtverwaltung etliche Anfragen anderer interessierter Unternehmen nach freien Gewerbeflächen vorliegen, hätten die politisch Verantwortlichen auch die Planung eines neuen Gewerbegebietes zwischen dem Püttlinger Breitfeld und der Köllerbacher Sprenger Straße ins Visier genommen. Auch die Landesplanung sehe das Gewerbegebiet positiv, erklärte Speicher. Erste farbig markierte Pflöcke, offensichtlich zur Vermessung des Gebietes, sind bereits eingeschlagen. Eine Tatsache, die für Unruhe sorgt. Der Saarbrücker Zeitung sind mehrere Anrufer namentlich bekannt, die sich Sorgen machen, dass eine „grüne Wiese“ in ein Gewerbegebiet umgewandelt werden soll. Unabhängig davon werde die Stadt Püttlingen die Vorplanung – dazu gehöre auch die Änderung des Bebauungsplanes – vorantreiben, sagte Speicher. Bis zur endgültigen Realisierung des geplanten Gewerbegebietes zwischen Püttlingen und Köllerbach, hinter dem Unternehmen Dürr und unterhalb der Leichtathletikanlage Breitwies, dürften nach der Schätzung des Bürgermeisters vier bis fünf Jahre ins Land gehen.

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