| 13:01 Uhr

Rot sehen im Köllertal

Ein wichtiger Verkehrsknoten auf der viel befahrenen Route über die Bundesstraße 268 durch das Köllertal: Von links mündet im Zentrum von Köllerbach die Sprenger Straße (L 139) in die Kreuzung ein, zudem geht es über die L 139 auch zur Autobahn 8. Fotos: aki
Ein wichtiger Verkehrsknoten auf der viel befahrenen Route über die Bundesstraße 268 durch das Köllertal: Von links mündet im Zentrum von Köllerbach die Sprenger Straße (L 139) in die Kreuzung ein, zudem geht es über die L 139 auch zur Autobahn 8. Fotos: aki
Püttlingen/Riegelsberg/Heusweiler. Wie lange braucht man eigentlich mit dem Auto auf der Nord-Süd- und auf der Ost-West-Achse durchs Köllertal? Wie haben es zu Nebenverkehrszeiten getestet: Von Eiweiler bis Riegelsberg Süd (zwölf Kilometer) brauchte unser Testfahrer 22 Minuten. Auf der Strecke gibt es 22 Ampeln, 16 davon in Riegelsberg. Vom Ortseingang Püttlingen bis Heusweiler-Mangelhausen (14 Kilomter, sieben Ampeln) waren es 16 Minuten. Fred Kiefer



An einem normalen Montag und ohne Baustellen machen wir uns um 12.50 Uhr auf den Weg. Wir wollen wissen: Wie lange braucht man eigentlich mit dem Auto auf den beiden Hauptverkehrsachsen durchs Köllertal? Und wie viele Ampeln gibt es auf den Strecken? Zuerst nehmen wir die Nord-Süd-Achse unter die Lupe, also die Bundesstraße 268 zwischen Riegelsberg-Süd und dem Ortsausgang von Eiweiler in Richtung Lebach.

Als die Fahrt am Parkplatz des Saarbahnhaltepunktes Riegelsberg-Süd beginnt, zeigt der Kilometerzähler einen Stand von 139 066 Kilometer an. Die Route führt mitten durch die Orte Riegelsberg und Heusweiler mit zusammen etwa 34 000 Einwohnern (laut Statistik 2015). Besonders auffällig: In der Ortsdurchfahrt Riegelsberg wird die Straße durch die Saarbahn-Schienen eingeengt und der Fußgänger- und Fahrzeugverkehr durch 16 Ampeln gelenkt. Neun davon regeln den sicheren Überweg der Fußgänger, der Rest steht an Kreuzungen und Abzweigungen wie zum Beispiel bei den Einmündungen der Wolfskaul- und Holzerstraße auf die B 268. Ebenfalls per Ampel wird die Abzweigung "Russenweg" geregelt, über den man in Richtung Püttlingen oder Walpershofen abzweigen kann.

Bei unserer Fahrt zeigen fast alle Ampeln grünes Licht - was zumindest ein Indiz für eine gute Ampelschaltung ist. Nur an den Überwegen am Wasgau-Markt und am Stumpen wird die Fahrt 25 bis 35 Sekunden durch "Rot" unterbrochen.

Um 13:02 Uhr, also nach zwölf Minuten, passiert das Auto den Ortseingang von Heusweiler.

Kreuzungsampeln an der Einmündung der Völklinger Straße in die B 268 und am Verkehrsknoten Saarbrücker-, Trierer- und Saarlouiser Straße sowie vier Füßgängerüberwege mit Ampeln regeln den Verkehr im Ort. Der Abzweig der Holzer Straße (L 136) in die B 268 kommt ohne Ampel aus. Die Rotphase an der Einmündung der Völklinger Straße dauerte dagegen fast eine Minute.

Während es am Verkehrskreis B 268/Illinger Straße zügig voran geht, kommt es an der neuen Ampel in der Ortsmitte zu 45 Sekunden Wartezeit. Laut der "Verkehrsmengen-Karte" des Landesbetriebes für Straßenbau werden im Heusweiler Zentrum täglich mehr als 17 000 Fahrzeuge gezählt.

Nach 22 Minuten Fahrtzeit und zwölf zurückgelegten Kilometern ab Riegelsberg Süd ist unsere Fahrt am Ortsausgang von Eiweiler zu Ende. Auf der Strecke passierten wir 24 Ampeln sowie drei Verkehrskreise mit Einmündungen von Nebenstraßen.

Die zweite Hauptverkehrsachse des Köllertals führt vom Ortseingang Püttlingen über die Landstraße 136 nach Heusweiler und dann über die L 299 bis Heusweiler-Mangelhausen. Für die 14 Kilometer lange Strecke (also ohne den geographisch eigentlich auch zum Köllertal gehörenden kleinen Teil, der auf Völklinger Gebiet liegt) benötigt man mit dem Auto bei Einhaltung der erlaubten Geschwindigkeiten 16 Minuten. Die Route führt durch Köllerbach, Etzenhofen, Walpershofen, Heusweiler und Numborn. Sieben Ampeln, davon fünf in Püttlingen und Köllerbach, regeln den Verkehr.

Trotz der um zwei Kilometer längeren Fahrtstrecke dauert somit die Fahrt über die Ost-West-Verkehrsachse sechs Minuten weniger als über die Nord-Süd-Achse (B 268). Weniger Ampeln und nur zwei stark befahrene Kreuzungen, nämlich die in Köllerbach und an der Einmündung der Völklinger Straße auf die B 268 in Heusweiler, erlauben einen zügigeren Verkehrsfluss, wenn auch mitunter in den engen Straßen innerhalb der Ortschaften parkende Autos den Verkehrsfluss zügeln. Auch der noch junge stationäre "Blitzer" zwischen Püttlingen und Köllerbach sorgt manchmal dafür, dass die Geschwindigkeit noch deutlich unter die erlaubten 50 Stundenkilometer fällt.

Ab dem Kreisverkehr B268/Illinger Straße in Heusweiler bis zum Ortsausgang von Mangelhausen sind es immerhin noch fünf Kilometer.

Zum Thema:

Unsere beiden Testfahrten geben für die Fahrzeiten keine Durchschnittswerte an, sondern es handelt sich für jede der beiden Verkehrsachsen lediglich um eine Stichprobe, und zwar um die Mittagszeit - also in einer "durchschnittlich befahrenen" Zeit, nich in einer Hauptverkehrszeit. Baustellen gab es während der Testfahrten keine. In den Hauptverkehrszeiten (grob: zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 18 Uhr) dürfte also mit einer längeren Fahrzeit zu rechnen sein, zu verkährsärmeren Zeiten oder gar nachts mit einer kürzeren Fahrzeit. Natürlich haben wir uns bei dem Test auch an die Geschwindgkeitsbegrenzungen gehalten. aki

Entspannt geht es auf der L 299 kurz vor Mangelhausen zu. Ein kleiner Teil des Ortes gehört zu Heusweiler, der größere zu Eppelborn.
Entspannt geht es auf der L 299 kurz vor Mangelhausen zu. Ein kleiner Teil des Ortes gehört zu Heusweiler, der größere zu Eppelborn.