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Können aus Gartenfreunden Freunde werden?

Im künftigen „interkulturellen Garten“ in der Völklinger Straße wird derzeit noch gerodet, hier (von links) Ahmed Hamid, Maher Kbawa, Ali Alabdallah, Malek Albaghouz und Hussein Hamid. Sie bereiten die Beete für das gemeinsame Gärtnern vor. Foto: schm
Im künftigen „interkulturellen Garten“ in der Völklinger Straße wird derzeit noch gerodet, hier (von links) Ahmed Hamid, Maher Kbawa, Ali Alabdallah, Malek Albaghouz und Hussein Hamid. Sie bereiten die Beete für das gemeinsame Gärtnern vor. Foto: schm FOTO: schm
Püttlingen. Wer gemeinsam etwas tut, der kommt auch – über die gemeinsame Arbeit – leichter ins Gespräch. In Püttlingen entsteht jetzt ein „interkultureller Garten“, eine Anlage, die Püttlingern und Flüchtlingen die Möglichkeit des gemeinsamen Gärtnerns bietet – und die Möglichkeit, das Angebaute selbst zu verwerten. Hans-Joachim Schmidt

Auch Püttlingen wird in Kürze über einen "interkulturellen Garten" verfügen. "Essbare Stadt", "Urban Gardening", "Gemeinschafts-" oder "Allerweltsgärten", das sind die fantasievollen Namen einer Bewegung, die in den Großstädten ihren Anfang genommen hat. Mittlerweile ist diese Bewegung auch im Saarland angekommen, und Saarbrücken, Homburg, Neunkirchen oder Völklingen können auf entsprechende Projekte verweisen.


Bei all diesen Initiativen ist das gemeinsame Gärtnern Ausgangspunkt für den Austausch von Menschen aus verschiedenen Herkunftskulturen, deshalb soll es in Püttlingen ein "interkultureller Garten" werden. Das Anlegen eines solchen Gartens bietet sich derzeit an, denn in der Völklinger Straße entsteht eine neue Begegnungsstätte (die SZ berichtete), und hinter diesem Haus gibt es auch einen bislang verwilderter Garten. Derzeit wird das Gelände - auch mit Hilfe von Flüchtlingen - gerodet und von Müll befreit.

Im Laufe der vergangenen Jahre hatten sich im ehemals gepflegten Kräuter- und Gemüsegarten Brombeeren, Disteln und Weiden breit gemacht, die nun von den künftigen Nutzern entfernt werden. Langfristig ist geplant, auch diese Flächen für Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten zu nutzen. So sollen die einzelnen Beete den verschiedenen Kulturen angeboten werden, die dort gemeinsame Erfahrungen im Umgang mit der Natur machen können.



Auch gemeinsames Ernten und Selbstverwerten sowie gemeinsames Kochen und Essen im Begegnungszentrum könnten eine Bereicherung sein und fürs bessere Kennenlernen sorgen. Begleitet wird die Arbeit im künftigen Garten vom Püttlinger Freundeskreis für Integration und Migration sowie von der NABU-Ortsgruppe Köllertal.

Wer das ökologische Projekt unterstützen möchte, kann sich bei Angelika Feld informieren, Tel. (0 68 98) 6 31 49.