| 19:55 Uhr

Wo Autofahrer im Köllertal Rot sehen

Ein wichtiger Verkehrsknoten auf der viel befahrenen Route über die Bundesstraße 268 durch das Köllertal: Von links mündet im Zentrum von Köllerbach die Sprenger Straße (L 139) in die Kreuzung ein, zudem geht es über die L 139 auch zur Autobahn 8. Fotos: aki
Ein wichtiger Verkehrsknoten auf der viel befahrenen Route über die Bundesstraße 268 durch das Köllertal: Von links mündet im Zentrum von Köllerbach die Sprenger Straße (L 139) in die Kreuzung ein, zudem geht es über die L 139 auch zur Autobahn 8. Fotos: aki
Püttlingen/Riegelsberg/Heusweiler. Wie lange braucht man eigentlich mit dem Auto auf der Nord-Süd- und auf der Ost-West-Achse durchs Köllertal? Wir haben es zu Nebenverkehrszeiten getestet: Für die zwölf Kilometer von Eiweiler bis Riegelsberg-Süd brauchte unser Testfahrer 22 Minuten. Auf der Strecke gibt es 22 Ampeln, 16 davon in Riegelsberg. Vom Ortseingang Püttlingen bis Heusweiler-Mangelhausen (14 Kilometer, sieben Ampeln) waren es 16 Minuten. Fred Kiefer

An einem normalen Montag und ohne Baustellen machen wir uns um 12.50 Uhr auf den Weg. Wir wollen wissen: Wie lange braucht man eigentlich mit dem Auto auf den beiden Hauptverkehrsachsen durchs Köllertal? Und wie viele Ampeln gibt es auf den Strecken? Zuerst nehmen wir die Nord-Süd-Achse unter die Lupe, also die Bundesstraße 268 zwischen Riegelsberg-Süd und dem Ortsausgang von Eiweiler in Richtung Lebach.


Als die Fahrt am Parkplatz des Saarbahnhaltepunktes Riegelsberg-Süd beginnt, zeigt der Kilometerzähler 139 066 Kilometer an. Die Route führt mitten durch die Orte Riegelsberg und Heusweiler mit zusammen etwa 34 000 Einwohnern (laut Statistik 2015). Besonders auffällig: In der Ortsdurchfahrt Riegelsberg engen die Saarbahnschienen die Straße ein. 16 Ampeln lenken den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr. Neun davon regeln den sicheren Überweg der Fußgänger, der Rest steht an Kreuzungen und Abzweigungen. Ebenfalls per Ampel wird die Abzweigung "Russenweg" geregelt, über die man in Richtung Püttlingen oder Walpershofen gelangt.

Bei unserer Fahrt zeigen fast alle Ampeln grünes Licht - was zumindest ein Indiz für eine gute Ampelschaltung ist. Nur an den Überwegen am Wasgau-Markt und am Stumpen wird die Fahrt 25 bis 35 Sekunden durch "Rot" unterbrochen.



Um 13.02 Uhr, also nach zwölf Minuten, passiert das Auto den Ortseingang von Heusweiler.

Kreuzungsampeln an der Einmündung der Völklinger Straße in die B 268 und am Verkehrsknoten Saarbrücker-, Trierer- und Saarlouiser Straße sowie vier Fußgängerüberwege mit Ampeln regeln den Verkehr im Ort. Der Abzweig der Holzer Straße (L 136) in die B 268 kommt ohne Ampel aus. Die Rotphase an der Einmündung der Völklinger Straße dauert dagegen fast eine Minute.

Während es am Verkehrskreis B 268/Illinger Straße zügig vorangeht, kommt es an der neuen Ampel in der Ortsmitte zu 45 Sekunden Wartezeit. Laut der "Verkehrsmengen-Karte" des Landesbetriebes für Straßenbau werden in Heusweiler täglich mehr als 17 000 Fahrzeuge gezählt. Nach 22 Minuten Fahrtzeit und zwölf zurückgelegten Kilometern ab Riegelsberg Süd ist unsere Fahrt am Ortsausgang von Eiweiler zu Ende. Auf der Strecke passierten wir 24 Ampeln und drei Kreisverkehre mit Einmündungen von Nebenstraßen.

Auf der Ost-West-Achse geht es zügiger

Zwei Kilometer länger, aber Autofahrer sparen sechs Minuten

Die zweite Hauptverkehrsachse des Köllertals führt vom Ortseingang Püttlingen über die Landstraße 136 nach Heusweiler und dann über die L 299 bis Heusweiler-Mangelhausen. Für die 14 Kilometer lange Strecke (also ohne den geografisch eigentlich auch zum Köllertal gehörenden kleinen Teil, der auf Völklinger Gebiet liegt) benötigt man mit dem Auto bei Einhaltung der erlaubten Geschwindigkeiten 16 Minuten. Die Route führt durch Köllerbach, Etzenhofen, Walpershofen, Heusweiler und Numborn. Sieben Ampeln, davon fünf in Püttlingen und Köllerbach, regeln den Verkehr. Drei der sieben Ampeln sind Fußgängerampeln.

Trotz der um zwei Kilometer längeren Fahrtstrecke dauert somit die Fahrt über die Ost-West-Verkehrsachse etwa sechs Minuten weniger als über die Nord-Süd-Achse (B 268). Weniger Ampeln und nur zwei stark befahrene Kreuzungen, nämlich die in Köllerbach und an der Einmündung der Völklinger Straße auf die B 268 in Heusweiler, erlauben einen zügigeren Verkehrsfluss, zumal es ab dem Kreisverkehr B268/Illinger Straße in Heusweiler bis Mangelhausen nur locker zu fahrende fünf Kilometer auf der Landstraße sind.

Wenn auch mitunter in den engen Straßen innerhalb der Ortschaften parkende Autos den Verkehrsfluss zügeln. Auch der erst vor kurzem installierte stationäre Blitzer zwischen Püttlingen und Köllerbach sorgt manchmal dafür, dass die Geschwindigkeit noch deutlich unter die erlaubten 50 Stundenkilometer fällt.