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Lorig ist wieder da

Unsere Woche. Bernhard Geber

Zu Jahresanfang war beim früheren Volkshelden Klaus Lorig kräftig der Lack abgeblättert. Während es Rücktrittsforderungen hagelte, genoss er auch von der eigenen Partei, der CDU , nur noch lauwarme Unterstützung. Lorig bekannte sich kleinlaut und reumütig als Fehler-Macher, verwechselte in Ansprachen sogar Bürgermeister und Oberbürgermeister . Und blieb, obwohl Aufsichtsratsvorsitzender, bei einer Pressekonferenz zur Zukunft der Stadtwerke schweigend sitzen.

SPD , Linke und Grüne haben aber keinen Abwahl-Antrag im Stadtrat gestellt. Dafür müssten sie nämlich zwei Drittel der Ratsmitglieder auf ihre Seite bringen. Der angezählte Oberbürgermeister hat sich derweil sichtlich erholt. Er präsentiert sich als Krisenmanager beim City-Center, setzt sich (auch noch ohne Baugenehmigung) am Sportplatz Fürstenhausen tatkräftig auf den Bagger, teilt wieder ordentlich aus, wenn er selbst angegriffen wird. Lorig will seinen Bürgern erneut ein fröhliches Saarfest bereiten. Und hat nicht zuletzt auch Frieden mit Innenminister Klaus Bouillon (CDU ) geschlossen.

Am Freitagabend hat die SPD bei ihrem Frühlingsempfang noch einmal kräftig zum Schlag ausgeholt. Doch schlagen kann diesen Oberbürgermeister derzeit offenbar nur Lorig selbst.