| 20:29 Uhr

Straßenschäden
Straßensteuer für Kleinblittersdorf?

Solche Schlaglöcher hat die Straße „In den großen Reben“ in Bliesransbach.
Solche Schlaglöcher hat die Straße „In den großen Reben“ in Bliesransbach. FOTO: Heiko Lehmann
Bliesransbach. Der Ortsrat von Bliesransbach hat in dieser Woche eine neue Abgabe zur Sanierung der Straßenbeläge vorgeschlagen. Von Heiko Lehmann

Der Ortsrat von Bliesransbach hat in seiner jüngsten Sitzung das Thema Straßensteuer für die Bürger der Gemeinde Kleinblittersdorf zum Thema gemacht. Grund ist die immer größer werdende Anzahl von schwer beschädigten Straßen in allen Ortsteilen der Gemeinde Kleinblittersdorf.



In Bliesransbach handelt es sich vor allem um die Straßen „In den großen Reben“, die Eschringer Straße, die Jahnstraße, die Straßen „Am Hasselberg“ und „Im Eckel“, die Bliesgersweilerstraße, die Eduard-Mörike-Straße, den Sportplatzweg und den Hofgarten. Neun Straßen, in denen die Schäden teilweise gravierend sind. „In den großen Reben“ sind die Schlaglöcher bis zu zehn Zentimeter tief und gerade für Fußgänger oder Fahrradfahrer eine echte Unfallgefahr.

Peter Rex, Mitarbeiter der Gemeinde, war zu Gast im Ortsrat und erklärte: „Wir haben schon damit angefangen und werden in der kommenden Zeit die Löcher in den Straßen provisorisch flicken. Die Löcher werden mit Kalt-Asphalt aufgefüllt. Wir haben extra Material gekauft, das einen hohen Betonanteil hat und somit eine bessere Verbindung zur Straße herstellt.“

Rex gab aber auch zu bedenken: „Richtig lange halten wird das nicht. Es ist ein Provisorium. Es gäbe noch die Möglichkeit, über die defekten Straßen eine zwei Zentimeter dicke Deckschicht zu ziehen. Aber auch hier reden wir von keiner ewigen Haltbarkeit. Wir müssen prüfen, ob das Sinn macht und wie teuer es wird.“

30 000 Euro stehen jedem der fünf Ortsteile in der Gemeinde Kleinblittersdorf zur Verfügung. Ein Betrag der allerhöchstens zum Flicken reicht. In Rlichingen-Hanweiler erneuert der ZKE in diesem Jahr Rohre in der Bahnhofstraße. Solche Maßnahmen hatte die Gemeinde bislang immer genutzt, um auch gleich die Straßendecke zu erneuern. Wie Bürgermeister Stephan Strichertz mitteilte, ist die Bahnhofstraße aber so groß, dass eine komplett neue Straßendecke zu teuer wäre. Alle maroden Straßen in der Gemeinde von Grund auf zu erneuern, ist finanziell für die Gemeinde unmöglich. Deshalb brachte Dirk Bubel von der Bliesransbacher SPD eine Straßensteuer ins Spiel. Bürger bezahlen eine Steuer und so könnten die Straßen nach und nach erneuert werden, wenn sie kaputt sind.

„Die Bürger leiden am allermeisten unter den kaputten Straßen. Man müsste wissen, was die Bürger von der Idee halten“, sagte  Bubel.

Michael Kessler, der CDU-Chef in Bliesransbach fand die SPD-Idee gut, weiß aber auch um den Zündstoff, den sie birgt.  Auch für Bürgermeister Stephan Strichertz wäre so eine Steuer vorstellbar. „Püttlingen setzt so eine Steuer schon erfolgreich um. Es wird bei uns in jedem Fall zum Thema.“

Wer Löcher entdeckt, kann dies bei der Gemeinde Kleinblittersdorf melden, Tel. (0 68 05) 2008-777.