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Kleinblittersdorf soll sauberer werden
Gemeinde geht gegen illegalen Müll vor

So sauber sieht es am Container-Stellplatz am Auersmacher Friedhof nur zum Wochenbeginn aus. Ansonsten werden dort so ziemlich alle Arten von Müll illegal abgelagert und sorgen für ein hässliches Bild.
So sauber sieht es am Container-Stellplatz am Auersmacher Friedhof nur zum Wochenbeginn aus. Ansonsten werden dort so ziemlich alle Arten von Müll illegal abgelagert und sorgen für ein hässliches Bild. FOTO: Heiko Lehmann
Auersmacher . In Kleinblittersdorf wächst der Unmut über verdreckte Container-Stellplätze. Eine Idee ist, einfach deren Zahl zu verringern. Von Heiko Lehmann

Sauber und ordentlich sieht es am Container-Stellplatz am Friedhof in Auersmacher nur zum Wochenbeginn für wenige Stunden aus – genau dann, wenn die Container von der zuständigen Firma geleert wurden und der Bauhof der Gemeinde Kleinblittersdorf den übrigen Müll abgefahren und sauber gemacht hat. „Der Bauhof fährt zweimal in der Woche mit einem Lkw Müll ab, der dort gar nicht hingehört“, sagt der Auersmacher Ortsvorsteher Thomas Unold, dem der illegal abgelagerte Müll mittlerweile gehörig stinkt.


Hausmüll, Sperrmüll und ganze Wohnungseinrichtungen werden am Container am Friedhof abgelagert. Kein Einzelfall in der Gemeinde Kleinblittersdorf. „In Rilchingen-Hanweiler sieht es im Industriegebiet oft genauso aus. Dort wird gewerblicher Müll entsorgt“, erklärt Bürgermeister Stephan Strichertz, der zu diesem Thema alle fünf Ortsvorsteher an einen Tisch gebeten hatte.

In den Niederlanden sind die Altpapier- und Altglascontainer unterirdisch, und überirdisch sind nur die Einwurfstutzen zu sehen – die ideale Lösung, um Ablagerungen von sonstigem Müll zu vermeiden. In gut betuchten Kommunen werden nette Holzhäuschen um die Container herum gebaut, damit illegale Müllablagerer abgehalten werden. Die Gemeinde Kleinblittersdorf hat ein Minus von mehr als 20 Millionen Euro in der Kasse. Somit fallen sowohl die holländische als auch die Hölzhäuschen-Lösung aus.



„Wir versuchen, die Anzahl unserer Standorte zu minimieren, und wollen vor allem Standorte wegfallen lassen, die relativ uneinsehbar sind und somit die Möglichkeit bieten, sonstigen Müll dort abzulagern“, erklärt der Bürgermeister. Strichertz ist für einen Container-Stellplatz pro Ort, wobei die Anzahl der Container gleich bleiben soll: „Da Kleinblittersdorf der größte Ortsteil ist, könnte ich mir dort noch zwei Container-Stellplätze vorstellen, einer am Schwimmband und einer am Ortseingang bei den Supermärkten.“ Mit einem Investor und den Supermärkten könne man diese sogar noch ansehnlich gestalten, so Strichertz.

Er hofft, dass sich die einzelnen Ortsräte einig werden, welchen Stellplatz sie erhalten möchten, so dass für das kommende Jahr die finanziellen Mittel in den Gemeindehaushalt eingestellt werden können, um das Container-Problem in der Gemeinde in den Griff zu kriegen.