| 20:12 Uhr

Gemeinsam auf den Weg gebracht
Zwei Feuerwehren wachsen zusammen

Der Wehrleute des Löschbezirks Auersmacher sind mit Musikern auf dem Weg zum neuen Feuerwehrgerätehaus.
Der Wehrleute des Löschbezirks Auersmacher sind mit Musikern auf dem Weg zum neuen Feuerwehrgerätehaus. FOTO: Heiko Lehmann
Sitterswald/Auersmacher. Es hat zehn Jahre gedauert: Jetzt sind die Löschbezirke Auersmacher und Sitterswald in einem Gerätehaus untergebracht. Von Heiko Lehmann

Unter großem Applaus vieler Bürger marschierte der Löschbezirk Sitterswald am vergangenen Samstag pünktlich um 18 Uhr am Marktplatz los. Voran ging der Spielmannszug aus Brebach und präsentierte muntere Lieder. Dann kamen die aktive Wehr mit brennenden Fackeln, die Jugendwehr, die Feuerwehrautos und danach die Bürger, die am sogenannten Sternmarsch bis an das neue, gemeinsame Feuerwehr-Gerätehaus der Löschbezirke Sitterswald und Auersmacher teilnahmen. Zur gleichen Zeit begann der Marsch am Auersmacher Marktplatz. Dort setzten sich die Feuerwehrleute, angeführt vom Spielmannszug aus Sulzbach, in Bewegung. Gleichzeitig trafen beide Löschbezirke an ihrem neuen Heim ein.


Zwei Jahre hatten Fachfirmen und beide Löschbezirke an ihrem Gerätehaus gebaut. „Das ganze Projekt mit allen Planungen dauerte zehn Jahre. Es ist ein unglaubliches Gefühl, dass wir heute die Einweihung feiern können“, sagte Peter Dausend, Wehrführer der Gemeinde Kleinblittersdorf. Chef der Wehr ist Bürgermeister Stephan Strichertz. Er erklärte: „Wir bekamen sehr viele Steine in den Weg gelegt, und wir haben sie alle aus dem Weg geräumt. Die Feuerwehr kann stolz auf sich sein.“ Die eigentlichen Helden seien die Feuerwehrleute aus beiden Löschbezirken. Ohne sie hätte es das neue Gerätehaus nicht gegeben. Denn von den 1,8 Millionen Euro Baukosten mussten 180 000 Euro in Eigenleistung von den beiden Wehren erbracht werden. 

„Wir waren in der Endphase jeden Tag auf der Baustelle. Es war eine super Zeit, in der eine ganz neue Kameradschaft entstanden ist“, berichtete Karl-Leo Bohr aus Sitterswald. Beide Löschbezirke seien sich einig, dass es in absehbarer Zeit auch eine Zusammenlegung zu einem Löschbezirk geben soll. Die Wehren seien mittlerweile schon eine gemeinsame Truppe. „Wer hätte das vor zwei Jahren gedacht“, erklärte Bohr. Markus Gola aus Auersmacher war zwei Jahre so gut wie jeden Tag auf der Baustelle. Er sagte: „Ich bin Handwerker, und wir wollten alle, dass es schön wird. Für mich war das keine Arbeit. Es war ein Ausgleich und mein Hobby. Ich bin mit Leib und Seele Feuerwehrmann.“



Großes Lob gab es von den befreundeten Löschbezirken. „Das haben die hier echt klasse gemacht. Es ist sehr modern und innovativ. Hier macht Feuerwehr bestimmt viel Spaß“, sagte Heiko Buch von der Feuerwehr aus Schiffweiler. „Mich freut es vor allem für die Kameradschaft, die hier neu entstanden ist. Solche Projekte werden die Zukunft der Feuerwehren sein“, so Sebastian Klein von der Freiwilligen Feuerwehr Brebach.

Mehr als 300 Gäste kamen am Samstag und feierten mit den beiden Löschbezirken, nahmen am Umzug teil, klatschen bei den Übergaben der neuen Feuerwehrautos und wurden am Ende genau wie alle Feuerwehrleute und -autos sowie das neue Gerätehaus von Diakon Michael Bastian und Pfarrer Frank Fürtig gesegnet. „Gehet hin und feiert“, sagt Michael Bastian am Ende mit einem Lächeln. Und das taten die Feuerwehrleute und Gäste danach bis in die Nacht.