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Leserbrief
Jäger bekämpfen nur die Symptome

Wildschweine

Jedes Jahr vermelden die Waidmänner Rekordzahlen beim Abschuss von Schwarzwild. Die Abschussquoten steigen von Jahr zu Jahr. Alledem zum Trotz ist die Wildschweinpopulation offensichtlich stetig angewachsen. Die Politik und Jägerschaft sollten keine Symptombehandlung mehr vornehmen, sondern die tatsächlichen Ursachen für dieses Phänomen angehen.


Unser sorgloser Umgang mit Lebensmitteln, die Monokulturen auf den Äckern sowie auch der Klimawandel, der zwei bis drei Geburten im Jahr ermöglicht, bewirken den stetigen Anstieg. Letztendlich tut die massive Jagd den Rest dazu, weil wissenschaftlich erwiesen ist, dass der Stress, der den Tieren bei der Bejagung entsteht, die Fortpflanzung fördert. Ich sage deshalb „Nein“ zur Jagd.

Andreas Goldschmidt, Völklingen