Großrosselns Revierförster Philipp Klapper verlässt das Saarland

Großrosselns Revierförster Philipp Klapper verlässt das Saarland

Seit 2009 kennen die Menschen im Warndt Philipp Klapper als Forstmann, seit 2011 als Revierleiter. Jetzt geht der 37-Jährige als Stadtförster nach Bad Pyrmont. Sein Nachfolger im Warndt ist Marcel Kiefer.

Angeheuert hatte er zunächst, um etwas zu betreuen, mit dem der Saarforst-Landesbetrieb Neuland betreten hatte: Als er 2009 in die Region kam, war Philipp Klapper Leiter des damals frisch eingerichteten Biomasse-Zentrums auf dem Gelände der ehemaligen Tagesanlage Warndt in Karlsbrunn. Versorgung des benachbarten Biomasse-Heizkraftwerks mit Holzhackschnitzeln, Organisation des Brennholzhofs, das waren anfangs seine Arbeitsschwerpunkte. "Eine spannende Aufgabe", sagt er im Rückblick, es habe Spaß gemacht. Aber freimütig bekennt er, dass er ab 2011 noch mehr Spaß an seiner Arbeit hatte. Denn da, nach der jüngsten Reform beim Saarforst, wurde er Revierleiter, mit klassischen Förster-Aufgaben: Waldpflege, Verkehrssicherung. Und, selbst gewählt, Öffentlichkeitsarbeit. Das mit dem Weggehen habe er sich jetzt lange überlegt, berichtet Klapper: "Ich hatte hier ja eigentlich alles, was ich mir wünschte." Aber Persönliches wog schließlich doch schwerer: Vom September an wird Klapper Stadtförster in Bad Pyrmont sein, seiner Heimatstadt Lemgo nahe. 2150 Hektar Wald gehören zu dem niedersächsischen Kurort, um 1700 davon wird sich Klapper kümmern, inklusive Verwaltung und Holzverkauf.

Auch Marcel Kiefer, seinen Nachfolger, hat es zurück in die Heimat gezogen. Oder jedenfalls in die Nähe, "ich bin ja Saarländer", sagt der 26-Jährige lachend: Er stammt aus Orscholz. Nach dem Studium im badenwürttembergischen Rottenburg hat er im Hessischen seinen Anwärterdienst absolviert, danach in Nordhessen auch schon stellvertretend ein Revier geleitet. Jetzt ist er Revierchef in Großrosseln . Von Montag an mit alleiniger Verantwortlichkeit - denn Klapper hat noch Urlaub abzufeiern, am Freitag war sein letzter Dienst-Tag im Warndt.

Der Warndtwald gefalle ihm, sagt Kiefer: stabil, vielfältige Baumarten, gut standortangepasst, "da kann man gestalten". "Stabil", damit meint er: mehr Laubholz, deutlich weniger Fichten - sturmgefährdet - als etwa im Nordsaarland. "Einige Problem-Ecken haben wir in den letzten Jahren auch bearbeitet", fügt Klapper hinzu, zum Beispiel Straßenränder und Hänge, Verkehrssicherung halt. Ein Weg, den Kiefer weitergehen will.

Sprechstunde, Adresse, Telefon bleiben. Sogar die Mobilnummer, "ich gebe das Handy einfach weiter", sagt Klapper lächelnd. Da hören Anrufer ab Montag dann Marcel Kiefers Stimme.

Kontakt: Saarforst-Revier Großrosseln , Zum Alten Bergwerk, 66352 Großrosseln , Tel: (0 68 09) 70 27 96, E-Mail: m.kiefer@sfl.saarland.de, Sprechstunde mittwochs 14 bis 16 Uhr.

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