Rumliegendes Geäst wird zur Stolperfalle

Rumliegendes Geäst wird zur Stolperfalle

SaarForst-Landesbetrieb will die Wege bald freiräumen.

(bub) Helmut Mertel geht täglich mit dem Hund spazieren und nutzt dazu die ihm gut bekannten Wege rund um den Saufangweiher in Bildstock. Seit Wochen hat der 67-Jährige dabei große Schwierigkeiten, denn die Wege sind zum Teil mit querliegendem Geäst versperrt. Offensichtlich wurde im Wald gerodet, aber "seit Wochen tut sich nichts mehr", sagt Mertel. Daher wandte sich an unsere Zeitung. Ihn ärgert, dass der Forst die kleineren Äste quer über Weg liegen lässt, während die Stämme am Wegrand sauber abgelegt wurden. Am meisten betroffen sei der Weg zwischen der Grühlingstraße und dem Parkplatz Saufangweiher. Den könne man ohne Sturzgefahr gar nicht mehr nutzen.

Jürgen Trenz, Fraktionschef der Linken im Stadtrat Friedrichsthal, wertet das genauso. Er sieht die Interessen der Wanderer nicht gebührend beachtet. Ingrid Schmiedel, die Sprecherin des SaarForst-Landesbetriebs bestätigt, dass in dem Waldgebiet gearbeitet wird. Rund um den Saufangweiher würden im Interesse des Angelsportvereins und der Wanderer nicht mehr standsichere Bäume entfernt. Dabei weist sie auf Folgendes hin: "Unter die Verkehrssicherheitsmaßnahmen fallen auch Arbeiten an Bäumen, die nicht krank aussehen." Zudem sei der Bau eines Spielplatzes am Südufer des Weihers geplant, was man mit der Holzernte verbunden habe.

Die eigentlichen Baumfällungen seien abgeschlossen, nun beginne die sogenannte Rückephase, bei der das Holz aus dem Wald gebracht werde. In drei Wochen seien die Arbeiten abgeschlossen, dann würden auch die Äste von den Wegen geräumt.

Warum die überhaupt dort liegen? Damit die schweren Holzerntemaschinen den Boden nicht zu sehr aufwühlen. Die Äste bildeten für die Maschinen einen Unterbau. Ingrid Schmiedel dazu abschließend: "Wir bitten die Leute um etwas Geduld."