Ihr Traumziel ist die Mongolei

Die Welt entdecken, Land und Leute kennenlernen – davon träumen viele Menschen. Heike und Markus Walter aus Bildstock belassen es nicht bei der Träumerei. Denn sie durchqueren acht Zeitzonen hin zu ihrem Traumziel: der Mongolei.

Markus und Heike Walter vor ihrem Reisemobil. Foto: Walter Foto: Walter

Das Reisefieber ist kaum noch auszuhalten, am heutigen Montag geht es endlich los. Markus Walter und seine Frau Heike sind schon mächtig aufgeregt, denn ihnen steht eine ganz außergewöhnliche Tour bevor. Mit einem gigantischen Reisemobil geht's in die Mongolei. 13 Länder will das Ehepaar durchqueren, um Mitte bis Ende Oktober das große Ziel erreicht zu haben. Unter anderem werden der Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan und Kasachstan angesteuert und ausgiebig besichtigt. Anschließend geht's per Flugzeug zurück, weil die Winter in der Mongolei extrem kalt sind. Das Fahrzeug bleibt an Ort und Stelle. Und dann, im Frühjahr kommenden Jahres, fliegt das Bildstocker Ehepaar wieder hin, um seine Reise fortzusetzen - über Russland (Baikalsee, Sibirien), Kaukasus, Türkei und dann wieder Richtung Heimat.

Markus Walter, ehemals Software-Entwickler, hat dem beruflichen Leben den Rücken gekehrt. Und so hatte er auch Zeit für die enormen Reisevorbereitungen . Für verschiedene Länder musste er die Visa vorab besorgen, sich kundig machen über die örtlichen Gepflogenheiten, sich über Medikamente Gedanken machen - alles wurde sorgsam und von langer Hand geplant. Dieses teils organisatorische Drama, wie man es nennen könnte, liegt aber hinter den Walters, und jetzt kann das große Abenteuer beginnen. Über Jahre hat der 44-Jährige sein Reisemobil, einst ein dänisches Militärfahrzeug, um- und ausgebaut. Das Fahrzeug ist vor allem in technischer Hinsicht so gut ausstaffiert, dass das Ehepaar mehr als zwei Wochen autark sein kann -mit einer Solaranlage auf dem Dach, Satellitentelefon, mit aufwendiger Wasser-Filteranlage und anderen bedeutsamen Raffinessen. Selbst eine kleine Waschmaschine ist an Bord. Der Tank des Wagens fasst 600 Liter Diesel, sodass man auch in einem mit Tankstellen nicht übersäten Land wie der Mongolei kaum in Verlegenheit gerät. Eingeschränkt sind mancherorts jedoch die Kommunikationsmöglichkeiten. Denn wie man sich unschwer vorstellen kann, gibt's im Hochgebirge und in der Wüste kein ausgebautes Handynetz. ,,Es kann vorkommen", so Markus Walter, ,,dass wir tage- oder sogar wochenlang nicht per Telefon, SMS oder E-Mail erreichbar sind." Unterwegs wollen die Reisenden allerdings immer mal wieder versuchen, ihre Web- und Facebook-Seite mit Erlebnissen und Begebenheiten zu füllen.

Von diesen wird es mehr als genug geben, dessen sind sich die beiden Abenteurer gewiss. Vor allem in der Mongolei, diesem unendlich weiten Land, das keine Straßen, sondern nur Fahrspuren kennt. Und mit drei Millionen Einwohnern, von denen rund 40 Prozent in der Hauptstadt Ulaanbaatar (Ulan-Bator) leben, extrem dünn besiedelt ist. Der Weg ist das Ziel und sicherlich mehr Arbeit als Urlaub. Doch dafür wird man mit unvergesslichen Eindrücken und Begegnungen belohnt. Man muss sich nur trauen, alles andere findet sich von selbst.

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