Nachschlag für Schultheis

Seit dem vorigen Freitag läuft die zweite Amtszeit von Rolf Schultheis als Bürgermeister der Stadt Friedrichsthal. Dafür wünschten zahlreiche Gäste ihm am Donnerstagabend eine glückliche Hand. Der alte, neue Verwaltungschef dankte vor allem seiner Familie für den Rückhalt, „den ihr mir gegeben habt“.

Eröffnet hatte die offizielle Einführung von Rolf Schultheis (mit Amtskette) in seine zweite Amtsperiode die Erste Beigeordnete der Stadt, die am Donnerstagabend als Gastgeberin zahlreiche Gratulanten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und nicht zuletzt aus den Vereinen, Verbänden und Hilfsorganisationen begrüßte. Doch bevor Anne Hauptmann zunächst eine Rede hielt und den 60-jährigen Rathauschef für die kommenden Jahre (nominell bis 2024) vereidigte, übergab sie quasi das Mikrofon an Jeanette Glod, die auf Einladung des Ortsvereins der Linken (so verriet es Jürgen Trenz, Fraktionschef der Linken im Stadtrat) gekonnt für musikalische Abwechslung sorgte. Anne Hauptmann verschwieg bei all dem Lob ihres Parteifreundes für seine Verwaltungsarbeit zum Wohle der Bürger und der Kommune nicht, dass Schultheis als Bürgermeister "sehr unbequem werden" kann. Neben der Haushaltssanierung werde der Hausherr im Rathaus sicher sein Augenmerk auf die kommunale Kooperation lenken.

Dem stimmte der Angesprochene in seiner Erwiderung später denn auch zu. Wichtig war ihm aber neben dem Dank an die Wähler und an seine "Vorzimmerdame" Steffi Hohlweck vor allem, seiner Familie herzlich zu danken. Sie habe ihn immer unterstützt und ihm die nötige Kraft geschenkt. Schultheis fragte sich und ebenso die Anwesenden: "Wo ist die Zeit hingerannt?" Er spielte damit auf seine erste Amtszeit an, für die es ja keine Einarbeitungszeit gegeben habe. Mit Blick auf den Stadtrat und zurückliegende Streitigkeiten in dem Gremium wünschte sich Schultheis am Donnerstagabend, dass "alle an einem Strang ziehen, aber in dieselbe Richtung". Er verlieh zudem seiner Hoffnung Ausdruck, dass verletzende Kommentare in sozialen Netzwerken nicht mehr auftauchten.

Als Überraschung für den Verwaltungschef wurde ein Video gezeigt, das im Auftrag der SPD-Fraktion gemacht worden war. Wie deren Vorsitzender Jörn Walter sagte, hat Schultheis damit die Chance, seinen Amtssitz von oben (gefilmt von einer Drohne) zu sehen.

Für den Regionalverband dankte dessen Direktor Peter Gillo seinem Parteifreund für verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit und für das Verständnis, dass der Regionalverband zur Erfüllung seiner Aufgaben auch Friedrichsthal zur Zahlung einer steigenden Umlage verpflichten müsse. Grünen-Fraktionschef Harald Hauch wünschte dem Hausherrn für die nächsten Jahre Gelassenheit bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben.