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Kanu-Meisterschaften
Der Kanu-Knüller nach der Winterpause

Großblittersdorf wird am Wochenende zum Treffpunkt der Kanu-Elite (Symbolfoto).
Großblittersdorf wird am Wochenende zum Treffpunkt der Kanu-Elite (Symbolfoto). FOTO: dpa / A3512 Roland Weihrauch
Saarbrücken/Großblittersdorf . Bei den süddeutschen Meisterschaften auf der Strecke in Großblittersdorf erwartet der Saarbrücker Kanu Club einige der besten Sportler Deutschlands. Vor allem bei den Junioren stehen hochklassige Wettkämpfe an. Von Jonas Grethel

Anderthalb Jahre ist es her, dass der Saarbrücker Kanu-Club an der deutsch-französischen Grenze die deutsche Meisterschaft im Kanuslalom ausrichtete. Wenn sich an diesem Wochenende rund 300 Teilnehmer auf den Weg an die Obere Saar nach Großblittersdorf machen, ist die Veranstaltung zwar kein bundesweites Turnier. Die süddeutschen Meisterschaften in der Mannschaft und im Einzel am Saarwehr locken aber wieder einige der besten Kanusportler der Republik ins Saarland.


„Vor allem im Junioren-Bereich wird hier am Wochenende die Crème de la Crème Deutschlands auftauchen. Die Jugendlichen müssen sich in zwei Wochen für die internationalen Wettkämpfe qualifizieren und werden hier mal schauen, wie ihr Stand ist“, sagt Jörg Blees vom Saarbrücker Kanu Club, dem veranstaltenden Verein.

Für viele Sportler ist das Turnier der erste Wettbewerb gegen ernstzunehmende Konkurrenz nach dem wettkampffreien Winter.



Die Kanuten aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden sich vor der neuen Saison also womöglich erst einmal abtasten – wobei die zu gewinnenden Punkte, die zur deutschen Meisterschaft qualifizieren, auch schon am Wochenende hochklassigen Kanusport versprechen.

Für den Wettkampf wird die Saar am Samstag zwischen 9.30 und 16 Uhr sowie tags drauf zwischen 8.30 und 15 Uhr zur Wildwasserstrecke. Prominentester Teilnehmer dürfte Ingo Kriesinger vom KSV Bad Kreuznach sein, viermaliger deutscher Meister und international für Belgien schon bei einigen Weltmeisterschaften dabei.

Insgesamt gehen 20 Vereine an den Start – mit 24 Kanuten, die anreisen, werden Sportler vom AKV Augsburg am zahlreichsten vertreten sein. Derweil liegt der Fokus vor allem auf sechs Jugendkader-Teilnehmern, von denen sich nur drei für die internationalen Wettkämpfe im Sommer qualifizieren werden – aussichtsreiche Kandidaten sind der deutsche Jugendmeister Milan Strübich vom KC Waldkirch oder Fiona Kaletka vom VfL Bad Kreuznach, die ihre Klasse am Wochenende dominieren dürfte.

„Für die saarländischen Junioren ist das aber auch ein wichtiger Wettkampf. Unsere Mädels und Jungs wollen sich natürlich qualifizieren und da macht es sich gut, dass die Meisterschaft vor der eigenen Haustür ist“, sagt Jörg Blees. Da wäre Sophie Staudt, die im vergangenen Jahr bei den süddeutschen Meisterschaften Rang zwei belegte und in diesem Jahr ihr Augenmerk auf eine Top-Zehn-Platzierung bei der deutschen Meisterschaft richtet. Und Franziska Granzow schielt nach ihrem dritten Platz im Vorjahr ebenfalls auf einen Titel im heimischen Saarland.

„Jetzt hoffen wir nur noch, dass das Wetter mitspielt und der Wasserstand am Wochenende nicht mehr zu hoch ist“, sagt Blees. Organisatorisch sei aber alles geklärt, da helfe auch die Partnerschaft mit dem französischen Verein Val de Sarre. Und obwohl die Veranstalter die Sportler wegen der großen Zahl an Teilnehmern „ein bisschen quetschen müssen“: Dank der deutschen Meisterschaft vor anderthalb Jahren wissen die Saarbrücker ein erfolgreiches überregionales Turnier auszurichten.

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