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Aktion von Fridays for Future vor dem Landtag in Saarbrücken

Aktion von Fridays for Future vor dem Saar-Landtag : Plakative Forderung von Klimaschützern

Aktivisten der Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ haben am Freitagnachmittag eine Aktion vor dem saarländischen Landtag abgehalten.

Die Aktivisten der Klimaschutz-Bewegung „Fridays For Future“ hatten für Freitagnachmittag eine Aktion vor dem saarländischen Landtag in Saarbrücken angekündigt und dabei eine im wahrsten Sinne des Wortes plakative Form dafür entdeckt, Demonstrationsrecht und Corona-Regeln unter einen Hut zu bringen: Sie legten auf der Grünfläche neben dem Landtagsgebäude Plakate mit ihren Forderungen aus, die sie zuvor im ganzen Saarland gesammelt hatten. Dabei bildeten die einzelnen kleinen Plakate wieder zwei neue Wörter: „Handelt jetzt!“ wurde mit den Plakaten auf die Wiese geschrieben – war aber leider nur aus der Luft mit einer Drohnen-Kamera gut zu sehen. Erahnen ließ es sich aber auch vom Boden aus.

Lara Wörner und Julius Groß redeten am Landtag – mangels Publikum in einem über das Internet verbreiteten Livestream – über ihre Klimaschutzforderungen. Die Entschlossenheit der Politiker in der Corona-Pandemie, die die Aktivisten ausdrücklich befürworteten, wünschten sie sich auch in Sachen Klimaschutz. Finanzielle Zuwendungen an die Lufthansa sehe man kritisch, das Konjunkturpaket enthalte außerdem sozial ungerechte Prämien für Elektroautos und setze auf einen Austausch von Verbrennern zu Elektrofahrzeugen. „Verkehrswende bedeutet aber das Ersetzen des motorisierten Individualverkehrs durch Radverkehr und Öffentlichen Personennahverkehr“, meinte Groß. Und diese Bereiche seien im Konjunkturpaket der Bundesregierung nicht beachtet worden. Die Bahn müsse sogar einen großen Teil der durch das Coronavirus ausgelösten Verluste durch Personaleinsparungen und Investitionskürzungen aufbringen. Das sei nicht nachvollziehbar, so Groß. Frankreich habe finanziellen Hilfen an das nationale Luftfahrtunternehmen Air France mit Klimaauflagen verbunden. Damit gebe es ein gutes Beispiel, an denen man sich auch in Deutschland orientieren könne.

Am kommenden Freitag soll wieder in Saarbrücken demonstriert werden, dann mit dem Fahrrad. Startort und -uhrzeit würden noch bekanntgegeben, hieß es.