CDU: „Kinderbetreuung hat Vorrang“

CDU: „Kinderbetreuung hat Vorrang“

In der Südschule droht aus Sicht von CDU und Lehrern Raumnot. Daher wird die Stadtverwaltung gebeten, eine Nutzung des Nebentrakts der Schule für die Nachmittagsbetreuung der Grundschulkinder zu prüfen.

. Derzeit werden wieder mehr Plätze in St. Ingberter Kindertagesstätten nachgefragt und auch Grundschulklassen werden wieder größer. Der Flüchtlingszuzug verstärkt diesen Effekt noch. Eine gute Schulbildung und damit einhergehend eine möglichst gute Betreuung von Kindern in der Nachmittagsbetreuung habe erste Priorität, meinen die St. Ingberter Christdemokraten.

Was die Südschule betrifft, gab es schon Überlegungen, deren Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) auszulagern. "Es muss im Interesse der Stadt sein, dass die Nachmittagsbetreuung an der Schule verbleibt und dort weitere Räume für die FGTS genutzt werden können. Eine Auslagerung der Aktivitäten und damit ein Fahren der Schulkinder an andere Standorte ist abzulehnen. Eine Verlagerung der Aktivitäten im früheren Grundschultrakt (insbesondere VHS) und damit von Erwachsenen, ist einer Verlagerung von Grundschulkindern vorzuziehen", heißt es in einer Mitteilung der CDU-Fraktionen aus Stadtrat sowie Ortsrat St. Ingbert-Mitte. Aus diesem Grund werde die Verwaltung gebeten, zeitnah ein Raumkonzept für die FGTS unter Nutzung des früheren Grundschultraktes vorzulegen. Das heißt: Man braucht Alternativen für die Räume in Nebentrakt der Südschule, die bisher insbesondere von der VHS genutzt werden.

Bei einem Ortstermin in der Südschule am Mittwochnachmittag machten sich die CDU-Vertreter ein Bild von den Räumen, die vor allem von der FGTS genutzt werden und informierten sich bei einer Vertreterin des Lehrerkollegiums über die aktuelle Raumausnutzung. "Wir sind mit den Klassensälen ausgebucht", sagte die Lehrerin. "Eltern haben uns angesprochen, dass hier Raumenge herrscht", erläuterte Christa Strobel, CDU-Sprecherin im Ausschuss Kultur und Bildung. Auch ohne die FGTS bestehe diese Raumnot, wie Irene Kaiser, die Stellvertreterin des Ortsvorstehers, sagte.

Christa Strobel erfuhr von Lehrerin Stephanie Zwing, dass die Grundschule den Bedarf an zwei bis drei Räumen hat, da man bei Förderstunden oder dem Religionsunterricht schon mal auf den Flur ausweichen müsse. Auch die FGTS, wo derzeit 130 Kinder in zwei Gruppenräumen betreut werden, stößt an ihre Grenzen und bräuchte noch zwei zusätzliche Räume.

Die zwei kleinen Speiseräume dürfen nicht zweckentfremdet genutzt werden. Außerdem seien zwei Toiletten für die Nachmittagsbetreuung zu wenig, waren sich alle Anwesenden einig. Strobel sah den Bedarf zusätzlicher Räume nach einer Ortsbesichtigung gegeben, bat aber um Verständnis, dass die Umlagerung des Computerraumes der VHS nur die letzte Möglichkeit sein könne, da seine Verlagerung hohe Kosten verursachen würde, die im Haushalt nicht eingestellt seien. "Es wäre gut, wenn die Computer so lange hier bleiben könnten, bis sie 2018 in die Baumwollspinnerei umziehen", so Strobel. Bei der Besichtigung wurde auch der Vorschlag gemacht, morgens die VHS-Computerkurse im Kulturhaus anzubieten und erst nachmittags in das Nebengebäude der Südschule zu legen. Ob das möglich ist und welche anderen Optionen es noch gibt, soll nun im Stadtrat und mit der VHS besprochen werden.

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