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Übergabe von Gesichtsmasken an die Feuerwehr Bebelsheim

Eine schöne Überraschung : Ein sehr nützliches Geschenk für die Feuerwehr

  Die Freiwillige Feuerwehr des Löschbezirks Bebelsheim kann sich über neue Masken freuen. Frank Stahl überreichte dem Bebelsheimer Löschbezirksführer Markus Dincher in Anwesenheit von Bürgermeisterin Maria Vermeulen und Ortsvorsteher Bertram Nagel am Feuerwehrgerätehaus 200 sogenannte FFP2-Masken.

Die Gesichtsschutzmasken haben laut Stahl einen Wert von etwa 900 Euro. Er ist Handelsvertreter des Unternehmens China Supply mit Sitz in Dortmund. Bei dem Spender handelt es sich um Harald Roth aus Fulda.

China Supply hat sich auf den Import persönlicher Schutzausrüstung spezialisiert. Die Geschäftsführerin stammt aus China, und ihr Mann hat auch einige Jahre dort gelebt. Das sind gute Grundlagen für ein prima Netzwerk im Reich der Mitte und auch in Südostasien, erklärte der Handelsvertreter gegenüber unserer Zeitung. „Das ermöglicht uns, persönliche Schutz-Ausrüstung zu vernünftigen Preisen zu beschaffen“, sagte Stahl. Zu Beginn der Coronakrise sei es etwa vorgekommen, dass dem Unternehmen ein ganzes Flugzeug voller Masken angeboten worden sei. Wie sich bei näherer Betrachtung herausstellte, handelte es sich dabei um Fälschungen, die man deshalb seitens China Supply nicht annahm. Die Masken sind in Deutschland durch das staatlich- anerkannte Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zertifiziert worden, versichert der Bebelsheimer. Das Unternehmen wird auf der sogenannten „White List“ des chinesischen Zolls geführt. Dies sorge zudem dafür, dass man kurzfristig größere Mengen liefern kann.

Frank Stahl kennt die Arbeit der Feuerwehr, da er selbst früher Mitglied bei den Bebelsheimer Florianjüngern war. Es sei ihm wichtig, dass die Kameraden selbst gut geschützt sind, damit sie auch andere schützen können. Zumal bei einem Einsatz das Einhalten des Mindestabstandes kaum möglich sei. Im Vergleich zu anderen Hilfsorganisationen sei die Feuerwehr nicht so gut ausgestattet. „Deutschland ist, was die Anzahl der Corona-Opfer anbelangt, im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut durch die Krise gekommen“, blickt Frank Stahl zurück und führt Schweden mit seiner hohen Anzahl an Corona-Toten als bedauerliches Gegenbeispiel an. Die Masken würden auch einen guten Vorrat darstellen, sollte es im Herbst zu einer zweiten Welle kommen, denkt Stahl. Sie stehen jedoch bereits jetzt schon allen Löschbezirken der Gemeinde zur Verfügung, sollten diese bei einem Einsatz dringenden Bedarf anmelden.

„Ich will sie nicht allein in Bebelsheim bunkern“, betonte der örtliche Feuerwehr-Chef Markus Dincher. Noch habe man in diesem Jahr keinen Einsatz und auch deshalb keinen Bedarf an Masken gehabt. Aber, das könne sich ja schnell ergeben. „Das ist eine schöne Geste“, freute sich auch Bertram Nagel. Der Ortsvorsteher ist selbst aktives Feuerwehrmitglied.