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Rehe nutzen Friedhöfe in Mandelbach als Weide

Friedhöfe in Mandelbachtal : Mit Schildern und verstärkten Zäunen gegen Rehe

Die Gemeinde Mandelbachtal unternimmt vieles, um Rehe von den Friedhöfen fernzuhalten

Es ist mehr als ärgerlich, wenn man sorgfältig Blumenarrangements aussucht, um damit die Gräber geliebter Menschen zu verschönern, und tags darauf ist nichts mehr vom Blumenschmuck da. Oder noch die kärglichen Überreste. So oder so: Rehe, die die Friedhöfe als bequeme Weidefläche entdeckt haben, richten massiven Schaden an. Bürgermeisterin Maria Vermeulen kümmert sich in der Gemeinde Mandelbachtal selbst immer wieder um Klagen von Friedhofsbesuchern, die Schäden beklagen, die durch Rehe verursacht wurden.

So waren neulich die Chefin im Rathaus und Christina Gräßer, die sich bei der Gemeinde Mandelbachtal um die Friedhöfe kümmert, auf dem Ormesheimer Friedhof, als ein Reh unmittelbar vor den beiden flüchtete. Immerhin verriet dieses Tier den zwei Frauen, wo im Zaun immer noch ein Durchkommen für Rehwild ist. Schließlich hatte die Gemeinde vor nicht allzu langer Zeit den Friedhof weitgehend neu umfriedet, in der Hoffnung, ungebetene Eindringlinge damit draußen halten zu können. Christina Gräßer: „Ich konnte beobachten, dass sich das Reh unter dem Zaun durchgezwängt hat.“

Die Bürgermeisterin reagierte prompt. Der Zaun wurde dort, wo ihn die Rehe schon teilweise untergraben hatten, mit Baustahlgittern verstärkt. Dort, wo bislang nur Hecken als lebende Zäune den Friedhof begrenzten, wurden Bauzäune aufgestellt. „Bislang haben wir Ruhe“, freut sich Christina Gräßer.

 Die Gemeinde Mandelbachtal weist aktuell auf Friedhöfen mit Schildern auf die Regeln zum Schutz gegen die Rehe hin.
Die Gemeinde Mandelbachtal weist aktuell auf Friedhöfen mit Schildern auf die Regeln zum Schutz gegen die Rehe hin. Foto: Peter Gaschott/Gemeinde Mandelbachtal/Peter Gaschott

Bloß, der beste Zaun nützt rein gar nichts, wenn das Friedhofstor weit geöffnet ist. Das haben auch die Vierbeiner entdeckt. Deshalb wird am Ormesheimer Friedhof mit Schildern darauf hingewiesen, dass die Tore unbedingt zu schließen sind. Im Interesse aller, die sich das Gedenken an ihre Verstorbenen nicht durch Ärger über umherziehendes Wild trüben lassen wollen.