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Viele Freibäder im Saarpfalz-Kreis 2021 nach Corona wieder geöffnet

Badespaß im Saarpfalz-Kreis : Viele nutzen Sommerwetter für Freibad-Spaß

Nach coronabedingten Schließungen hat die Badesaison in den Freibädern verspätet begonnen. Ihren Wasserspaß lassen sich die Besucher aber nicht nehmen.

Endlich Sommer, endlich Sonne – endlich Schwitzen? Letzteres muss natürlich nicht sein. Wer möchte, geht ins Freibad. Zeit dürften viele ja jetzt haben. Wir sind mitten in den Sommerferien, das Wetter spielt mit und Abwechslung vom Dauerthema Corona ist ohnehin mehr als willkommen.

Der achtjährige Noah und sein vierzehnjähriger Bruder Elias toben durchs noch fast leere Becken im Homburger Koi-Bad. Zehn Tage machen die beiden mit ihren Eltern Ferien im Saarland. „Wir sind heute zum zweiten Mal im Koi. Was soll ich sagen, es ist einfach schön entspannt hier“, sagt Katrin Fechner, die vom Beckenrand aus beobachtet, wie ihre Söhne herumtollen. Die Sonne scheint, ein milder Wind sorgt für  angenehme Kühle.

Görkem Piskalla sitzt auf ihrem großen Badetuch unter einem Sonnensegel und schaut ihrem dreijährigen Sohn Atilla beim Sandeln zu. „Gerade jetzt sind im Bad nicht so viele Leute. Da ist es leicht, den Kleinen im Auge zu behalten“, sagt die 28-Jährige. Sonja Fischer schätzt hingegen die Flexibilität: bei schlechterem Wetter könne man auch in den überdachten Innenbereich des Bades wechseln. Dieser durfte erst kürzlich wieder öffnen. „Das Koi ist mein Lieblingsbad. Nur das Testen vorab, ich bin mit meinem Enkel Neele hier, ist aufwendig“, sagt die 57-Jährige. Besucher sollten daher die geltenden Vorgaben für das Kombibad im Blick behalten (koi-homburg.de).

Der Freibad-Bereich des Homburger Bades ist schon länger wieder offen. „Tickets können an der Kasse gekauft werden, online muss man dafür nicht extra gehen“, erklärt Matthias Mann, Meister für Bäder- und Saunabetrieb im Koi. Wer baden möchte, muss entweder vorab in einem Formular seine Kontaktdaten angeben oder sich per Luca-App registrieren. Im Kassenbereich gilt Maskenpflicht, erst nach dem Umkleiden darf die Maske abgelegt werden.

„Im Freibad muss der vorgeschriebene Sicherheitsabstand eingehalten werden. Ansonsten sind aber alle Anlagen, also Sprungtürme und Rutsche, offen“, sagt Mann.

Das Naturfreibad Kirkel-Neuhäusel ist seit dem 3. Juni wieder offen. „Eigentlich hätte die Badesaison im Mai begonnen. Wegen der Corona-Krise hat es sich bis Juni verzögert“, erklärt Sascha Wagner, Mitarbeiter im Bad. Jetzt ist das Freibad wieder zu den regulären Zeiten geöffnet: Von montags bis sonntags, jeweils von 9 bis 20 Uhr.

„Tickets können wie sonst auch an der Kasse gekauft werden“, sagt Wagner. Dabei bestehe im Kassenbereich Maskenpflicht. Im Bad selbst müsse vorwiegend keine Maske getragen werden. Es gilt aber genügend Abstand zu den anderen Badegästen zu halten.

 Der 14-jährige Elias (links) und sein Bruder Noah Fechner (8) genießen mit ihren Eltern die Ferien im Saarland. Für zehn Tage macht die Familie aus dem Raum Berlin in Homburg Urlaub. Im Freibad sind sie schon zum zweiten Mal.
Der 14-jährige Elias (links) und sein Bruder Noah Fechner (8) genießen mit ihren Eltern die Ferien im Saarland. Für zehn Tage macht die Familie aus dem Raum Berlin in Homburg Urlaub. Im Freibad sind sie schon zum zweiten Mal. Foto: Markus Renz

Man sehe schon, dass das Bad von weniger Gästen als in der Zeit vor Corona besucht werde. „Eine schlechte Saison wird es deshalb wohl aber nicht werden. Das Wetter spielt bislang mit. Es wird keines der besten, aber sicher ein gutes Jahr werden“, prognostiziert Wagner. Nach einem eher verhaltenen Start in die Saison, kämen nun mehr und mehr Gäste.

Maximal 1000 Menschen dürften sich zugleich auf dem Grund des Naturfreibades aufhalten. Um das zu gewährleisten, werden am Badeingang Plastikchips ausgegeben. Außerdem würde die Kontaktnachverfolgung der Badegäste über ausliegende Formulare sowie die Luca-App gewährleistet.

„Momentan ist das Drei-Meter-Brett gesperrt, um Menschenansammlungen dort zu verhindern“, sagt Wagner. Eine Brücke, die über den Badebereich führt, sei ebenfalls gesperrt. Das Ein-Meter-Brett und die Rutsche im Bad könnten aber genutzt werden. Auch der Kiosk habe grundsätzlich geöffnet, erklärt Wagner.

Bei den Duschen gibt es Einschränkungen: Während die Außenduschen genutzt werden können, seien hingegen die Innenduschen wegen der Beengtheit gesperrt. „Es gibt immer mal wieder Beschwerden über die Corona-Vorschriften. Die meisten Besucher akzeptieren sie aber und halten sich an die Vorgaben“, sagt Wagner.

Das Freibad Hochwiesmühle in Bexbach ist seit dem 15. Juli wieder geöffnet. Tickets können online erworben werden (tickets.freibad-bexbach.de). Laut Angaben der Stadtwerke Bexbach sind alle Becken und Anlagen geöffnet: Sowohl Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, Babybecken, als auch der Fußball-, Beachvolleyball- und Beachtennisplatz.

 Matthias Mann, Leiter der Sauna und Reinigung im Homburger „Koi“.
Matthias Mann, Leiter der Sauna und Reinigung im Homburger „Koi“. Foto: Markus Renz

Derzeit dürfen 800 Gäste zugleich das Freibad besuchen. Beim Besuch des Bades müssen sie mit ihrem Ticket einchecken und beim Verlassen wieder auschecken. Im Ein- und Ausgangsbereich des Bades muss Maske getragen werden, ebenso in den Umkleiden und den Toiletten. Überall gilt die Abstandspflicht. Im weitläufigen Gelände des Schwimmbades könne der Sicherheitsabstand gut eingehalten werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke. Im Nichtschwimmerbecken sollten Eltern besonders darauf achten.

Im Solarfreibad in Limbach werden seit dem 7. Juni wieder Badegäste empfangen. Und zwar zu den regulären Öffnungszeiten von 9 bis 20 Uhr. „Karten sind wie immer an der Kasse erhältlich“, erklärt Udo Schwartz, verantwortlicher Schwimmmeister des Solarfreibades und des Naturfreibades.

„Die Saison ist gut angelaufen. Wir haben etwa 600 Besucher täglich“, schätzt Schwartz. Die Corona-Regeln würden von den meisten Besuchern beachtet und viele Schwimmer seien froh, das Bad besuchen zu können. „Jugendliche müssen allerdings hin und wieder ermahnt werden. Sie halten vor allem am Ein-Meter-Brett nicht genügend Abstand“, sagt Schwartz. Nach einer Verwarnung in Form einer gelben Karte, droht bei Rot der Rauswurf aus dem Bad.

Auch im Solarfreibad gilt im Eingangs- und Ausgangsbereich Maskenpflicht. Im Bad, das derzeit von maximal 700 Menschen zugleich besucht werden darf, gilt keine Maskenpflicht. „Sämtliche Becken, also Springer-, Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Planschbecken, sind offen“, sagt Schwartz. Auch die Ein-Meter-Bretter könnten genutzt werden, geschlossen seien der Drei-Meter-Turm und die Rutsche. „Da wir diese nur schlecht desinfizieren könnten“, erklärt Schwartz. Von den drei Innenraumduschen sei die mittlere ausgeschaltet.