Hermine macht Hektik

Homburg. Ein schönes heißes Bad sorgt vor allem in der kalten Jahreszeit für eine wohlige Entspannung. Wie an keinem anderen Ort im Haus kann eine Frau nach getaner Arbeit und zum Abschluss eines hektischen Tages in der Badewanne herrlich entspannen

Homburg. Ein schönes heißes Bad sorgt vor allem in der kalten Jahreszeit für eine wohlige Entspannung. Wie an keinem anderen Ort im Haus kann eine Frau nach getaner Arbeit und zum Abschluss eines hektischen Tages in der Badewanne herrlich entspannen. Wer kann schon einem Hauch Romantik und Entspannung widerstehen? Das dachte sich auch Clownin Hermine Charmant-Malheur, alias Ulla Vera Käufling, bei ihrem köstlichen Auftritt im Café Frauenzimmer. Alles war bestens vorbereitet: Gedämpfte Musik, Teelichter und Duftblüten sollten für eine romantische Atmosphäre der geplagten Hausfrauenseele sorgen. Doch wie der Name Charmant-Malheur schon vermuten ließ, kam es anders als geplant. Die in Homburg lebende und ausgebildete Clownin Ulla Vera Käufling nahm die Besucher spielerisch mit auf eine Entdeckungsreise in das Seelenleben eines weiblichen Wesens. "Wenn alle Strukturen unbeweglich sind, komme ich als Clownin gerade recht, um sie aufzuzeigen und aufzuweichen", erklärte Käufling im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Mit 49 Jahren habe sie noch den Mut gehabt, eine Ausbildung als Clownin in Düsseldorf zu absolvieren. Die Clownsfigur sei ihr in ihrem Leben wichtig geworden, denn sie erinnere an etwas ganz Wesentliches: "Etwas, das außerhalb aller fest gefahrenen Muster liegt. Das Wesentliche der Einfachheit, der Leichtigkeit, entsteht in der Freude von selbst ", betonte Käufling. In der Rolle des Clowns fange man dort an, wo Menschen sich alles verbieten, da sie von Kindheit an durch bestimmte Verhaltensmuster geprägt seien. Sie verstehe sich als Charakterclown, der aus dem Inneren schöpft, unter anderem mit Scham, Neid sowie allem spielt, wovon Menschen denken, es gehöre sich nicht. Und so konnten sich die Besucher im Café Frauenzimmer auf einen ganz besonderen Auftritt der Clownin Hermine Charmant-Malheur freuen. Im Mittelpunkt der Handlung stand ein romantisch hergerichtetes Badezimmer mit einer großen Badewanne. Romantik, Baden, Streicheleinheiten für die gestresste Hausfrauenseele waren angesagt. Doch obwohl die gut gepolsterte Hermine alles versuchte, irgendwie schaffte sie es nicht, ihr wohl verdientes Bad zu nehmen. So nutzte sie die Gelegenheit, ein bisschen Schönheitspflege zu betreiben, legte Gurkenscheiben auf die Brillengläser, schnitt sich die Fußnägel und schrubbte die Badewanne. Die überwiegend weiblichen Besucher im Café Frauenzimmer amüsierten sich köstlich. "Wenn alle Strukturen unbeweglich sind, komme ich gerade recht, um sie aufzuweichen"