Eine Halle für Groß und Klein

Man konnte Manuel Diehl, dem Kirrberger Ortsvorsteher, die Erleichterung ansehen, als er die neu gestaltete Halle für Grundschule, Kindergarten und freiwillige Ganztagsschule offiziell vorstellen konnte. Seit 2011 ist man mit diesem Projekt in Kirrberg beschäftigt.

. Am vergangenen Freitag war es endlich so weit - der Umbau der Kirrberger Halle, der mit Nebenräumen rund 900 000 Euro gekostet hat, ist fertig (wir berichteten kurz). Mit dem neu gestalteten Raum erhält der Homburger Ortsteil aber nicht nur einen Ort für die jungen und jüngsten Kirrberger. Als Dorfgemeinschaftsraum steht die Halle auch Vereinen und Organisationen für Veranstaltungen zur Verfügung.

"Endlich. Was lange währt, wird endlich gut. Oder auch: Gut Ding will Weile haben." Damit fasste Ortsvorsteher Diehl in zwei kurzen Weisheiten zusammen, was wohl viele Gäste der offiziellen Einweihung dachten. "Es war bereits im Jahr 2011, als wir begonnen haben, diese Halle umzubauen. Und wie wir heute feststellen: Das Ergebnis kann sich sehen lassen." Diehl erinnerte in seiner Begrüßung auch an die Anstrengungen des früheren Homburger Oberbürgermeisters Karlheinz Schöner , der zusammen mit dem Kirrberger Ortsrat das Projekt angestoßen habe. Für ihn und seinen Amtsnachfolger Rüdiger Schneidewind hatte Diehl einen Extra-Dank im Gepäck.

Diehl erinnerte auch an die lange Geschichte des Baus, der heute neue Aula für Kita und Grundschule, Multifunktionshalle und Dorfgemeinschaftsraum in einem ist. "Früher war das hier die Schulturnhalle, dann eine provisorische Aula, dann, in der Phase des Umbaus von Kita und Grundschule, Ort für provisorische Klassenräume." Das, was nun geschaffen worden sei, sei "wirklich sehr gelungen". Kirrbergs Ortsvorsteher beschrieb auch eine Situation, die so im Saarland einzigartig sei. "Ich kennen keinen vergleichbaren Ort, an dem Kindergarten, freiwillige Ganztagsschule und Grundschule so eng verzahnt sind, wie hier. Und mit der neu gestalteten Aula verspreche ich mir viele Synergieeffekte, auch im Zusammenwirken mit den Kirrberger Vereinen, die diese Halle am Abend nutzen. Ich bin der Meinung, dass davon beide Seiten profitieren werden."

In der von Kita-Kids und Kindern der freiwilligen Ganztagsschule sowie der Grundschule gestalteten Einweihung wählte, nach Diehl Begrüßung, Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind die Taktik "Angriff ist die beste Verteidigung" als geeigneten Ton für seine Rede. "Ich weiß jetzt schon, was der eine oder andere im Stadtgebiet denkt: Der frühere Oberbürgermeister kommt aus Kirrberg , der aktuelle Oberbürgermeister wohnt in Kirrberg , die Enkel des Alt-OBs gehen hier den Kindergarten und die Tochter des jetzigen Oberbürgermeisters geht hier in die Schule. Ist ja klar: Die Stadt hat kein Geld mehr - aber wir bauen eine Aula für Kirrberg ." Dies sei so schlicht nicht richtig, betonte der OB. "Wir haben, begonnen mit Karlheinz Schöner , die Infrastruktur in ganz Homburg, vor allem im Bildungswesen, erhalten und weiter aufgebaut." Auch sei der jetzt vollendete Umbau in Kirrberg rechtlich nötig gewesen, "denn wir haben bis heute nur eine vorübergehende Genehmigung für die Kita." Erst mit der nun geschaffenen Multifunktionshalle sei jetzt eine dauerhafte Genehmigung möglich geworden.

Zum Thema:

Auf einen Blick Mit einem Finanzvolumen von rund 900 000 Euro wurde die ursprüngliche Schulturnhalle der Grundschule Kirrberg zu einer Multifunktionshalle mit Dorfgemeinschaftshaus-Charakter umgebaut. In der Zukunft soll der Ort sowohl den Kindern von Kita, Freiwilliger Ganztagsschule und Grundschule als auch Kirrberger Vereinen zur Verfügung stehen. Im Zuge des Umbaus wurden auch weitere Anbauten mit Sanitäranlagen und Lagerbereichen geschaffen. thw