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Würdiges Finale der Meisterkonzerte

Würdiges Finale der Meisterkonzerte

Zum Abschluss der Homburger Meisterkonzert-Saison spielt am Donnerstag, 9. Juni, 20 Uhr, im Kulturzentrum Saalbau das renommierte Artemis-Quartett auf. Das noch junge, 1989 in Lübeck gegründete Ensemble, gehört inzwischen zu den führenden Streichquartetten weltweit und wurde mit Ehrungen und Wettbewerbstrophäen nur so überhäuft.

Vineta Sareika (erste Violine), die vor kurzem hinzu gestoßene amerikanische Geigerin Anthea Kreston (zweite Violine), Gregor Sigl (Viola) und Eckard Runge (Violoncello) gestalten Spitzenwerke der Streichquartett-Tradition, wie das "Rasumowsky-Quartett", F-Dur op. 59/1, von Ludwig van Beethoven . Zuvor interpretieren die Gäste im ersten Teil des Abschlusskonzertes der Saison das einzige, 1878 vollendete Streichquartett in g-Moll op. 27 von Edvard Grieg, dazu die "Italienische Serenade" des Spätromantikers Hugo Wolf aus dem Jahr 1897.

Der Bratscher Friedemann Weigele, der mit seinem Artemis-Quartett ursprünglich für das Homburger Meisterkonzert angekündigt war, nahm sich im Juli des vergangenen Jahres das Leben und stürzte seine Quartettpartner in eine monatelange tiefe Sinnkrise. Inzwischen übernahm der Geiger Gregor Sigl den Violapart und überließ die zweite Violine der amerikanischen Geigerin Anthea Kreston. Nach der "Friedemann-Weigle-Tournee" über Winter, zumeist in Triobesetzung mit Pianisten, tritt das Ensemble nun wieder als Streichquartett auf. Und wieder war es im März das erste "Rasumowsky-Quartett" Beethovens, das der bekannten Rezensentin Christine Lemke-Matwey den Stoßseufzer entlockte: "Es ist schwer, sich von diesem Adagio molto e mesto' emotional nicht in die Knie zwingen zu lassen!"