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Betrüger verlangt am Telefon von Frau über 2500 Euro

Betrüger verlangt am Telefon von Frau über 2500 Euro

Von etlichen Fällen von Telefonbetrug im Raum Homburg, Bexbach und Kirkel berichtet die Polizei in Homburg. Eine ziemlich dreiste Methode führt sie als Beispiel aus. So habe sich eine angebliche "Frau Müllberger von WIN 24" telefonisch bei einer 77-Jährigen gemeldet.

Sie habe versucht, der Angerufenen einzureden, dass ihr Mann vor längerer Zeit an einem Gewinnspiel teilgenommen und die Teilnahmegebühr von 2580 Euro nicht beglichen habe. Sollte nicht umgehend eine Zahlung erfolgen, so würden täglich weitere Gebühren von 279 Euro anfallen und die Sache würde ans Gericht gehen, gab die Betrügerin vor. Sollte die ältere Frau dem keinen Glauben schenken, könne sie unter einer ihr mitgeteilten Nummer beim Gericht anrufen.

Als die 77-Jährige die Nummer dann anrief, habe sich dort tatsächlich eine vorgebliche "Frau Hofmann vom Oberlandesgericht Frankfurt" gemeldet. Diese habe das Opfer des Telefonbetrugs eindringlich aufgefordert, das Geld über einen bekannten Bezahldienstleister auf ein Konto in der Türkei zu überweisen, ansonsten werde sie Schwierigkeiten bekommen.

Da die 77-Jährige jedoch von Betrügereien am Telefon gewusst hat, teilte die Polizei weiter mit, zahlte sie nicht, sondern informierte ihren Sohn, der ihr riet, Strafanzeige wegen versuchten Betruges zu erstatten.

Da Betrüger immer wieder versuchten, gerade ältere Menschen unter Druck zu setzen, rät die Polizei dazu, bestimmte Regeln zu beachten: Man solle den gesunden Menschenverstand einschalten, ruhig bleiben und keine Zahlungen leisten. Bei Unsicherheit sollte man Verwandte und Bekannte informieren.