Auf der Suche nach dem Schatz des Lebens

Auf der Suche nach dem Schatz des Lebens

Erbach. Im Rahmen eines feierlichen Festgottesdienstes in der Pfarrkirche Maria vom Frieden in Erbach sind am vergangenen Samstag insgesamt 104 Jugendliche der Projektpfarrei Homburg I von Weihbischof Otto Georgens gefirmt worden. Erstmals wurden alle Firmlinge aus den zur Projektpfarrei Homburg II zählenden Pfarreien St. Andreas Erbach, Maria vom Frieden Erbach, Auferstehungskirche, St

Erbach. Im Rahmen eines feierlichen Festgottesdienstes in der Pfarrkirche Maria vom Frieden in Erbach sind am vergangenen Samstag insgesamt 104 Jugendliche der Projektpfarrei Homburg I von Weihbischof Otto Georgens gefirmt worden. Erstmals wurden alle Firmlinge aus den zur Projektpfarrei Homburg II zählenden Pfarreien St. Andreas Erbach, Maria vom Frieden Erbach, Auferstehungskirche, St. Josef Jägersburg sowie St. Remigius Beeden gemeinsam gefirmt.Seit November hatten sich 51 Firmlinge aus Maria vom Frieden und St. Remigius sowie die 53 aus den beiden anderen Pfarrgemeinden mit ihren Katecheten auf diesen großen Tag vorbereitet. Zusammen mit ihren Katecheten hatten sie in dieser Zeit viele praktische Erfahrungen gesammelt, das Gemeindeleben kennen gelernt und zum Glauben gefunden.

Gestaltet wurde der festliche Gottesdienst in der überfüllten Pfarrkirche Maria vom Frieden gemeinsam von Weihbischof Georgens und Pfarrer Pirmin Weber. "Ihr seid hier, um euch durch den Heiligen Geist Gottes stärken zu lassen", betonte der Weihbischof. In Anspielung auf die Goldfunde im 19. Jahrhundert in San Francisco rief er die Firmlinge dazu auf, auch in ihrem Leben Gold zu finden. Doch was wäre Gold für die Jugendlichen? Ein sinnvoller Beruf? Coolste Klamotten? Eine perfekte Figur? "Wir brauchen ein sicheres, stabiles Fundament, um gute Entscheidungen fürs Leben zu treffen", rief Georgens die Firmlinge auf, ihre Anlagen und Talente zu nutzen und so ebenso zu Goldgräbern zu werden: "Das Siegel des Heiligen Geistes soll euch prägen, um wie ein Kompass den Schatz des Lebens zu suchen".

Nach seiner Predigt spendete der Weihbischof den Jugendlichen das Sakrament der Firmung. Zuvor mussten die 104 Firmlinge jedoch noch ihr ganz persönliches Taufbekenntnis ablegen und auf die Fragen des Weihbischofs mit dem Ausspruch "Ich widersage" oder "Ich glaube" antworten. Im Beisein ihrer Paten traten die Firmlinge vor den Bischof, der ihnen mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn zeichnete. "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist", sprach der Weihbischof. "Amen", antwortete der Gefirmte.

Für die musikalische Umrahmung des festlichen Gottesdienstes sorgte der eigens für diesen Anlass gegründete Projektchor aus den einzelnen Singkreisen der Pfarreien sowie Jürgen Weyers an der Orgel.

Im Anschluss an die Firmungsfeier hatten Firmlinge, Angehörige und Gottesdienstbesucher die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Umtrunk auf dem Vorplatz sowie zum Gespräch mit Weihbischof Otto Georgens.

Auf einen Blick

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Pfarrkirche Maria vom Frieden firmte Weihbischof Otto Georgens insgesamt 104 Jugendliche aus der Projektpfarrei Homburg I. Foto: Bernhard Reichhart.

Die Firmung (zu deutsch Bekräftigung, Bestätigung) ist das dritte Sakrament der christlichen Initiation, die Vollendung oder Besieglung der Taufe. Das Sakrament beruft sich auf das Pfingstereignis, bei dem die Apostel nach der Empfängnis des Heiligen Geistes den Mut hatten, sich zu ihrem Glauben zu bekennen. Mit dem Ablegen des Glaubensbekenntnisses und der Empfängnis des Heiligen Geistes, gespendet durch den Weihbischof, wird der Firmling zum mündigen Christen. re