Bruchhofer sind verärgert über Änderungen bei Busverbindungen

Bruchhofer sind verärgert über Änderungen bei Busverbindungen

Bruchhof. Die Menschen aus Bruchhof-Sanddorf - vor allem diejenigen, die mit dem Bus fahren - sind auf die Stadt und die Saar-Pfalz-Bus GmbH schlecht zu sprechen. Hintergrund für zahlreiche Beschwerden ist die neue Linienführung der 513, die bisher stündlich von Bruchhof nach Erbach angeboten wurde. Nun fährt sie zwar halbstündlich, aber nicht mehr direkt nach Erbach durch

Bruchhof. Die Menschen aus Bruchhof-Sanddorf - vor allem diejenigen, die mit dem Bus fahren - sind auf die Stadt und die Saar-Pfalz-Bus GmbH schlecht zu sprechen. Hintergrund für zahlreiche Beschwerden ist die neue Linienführung der 513, die bisher stündlich von Bruchhof nach Erbach angeboten wurde. Nun fährt sie zwar halbstündlich, aber nicht mehr direkt nach Erbach durch. Besonders für die älteren Bürger war die "vorherige Lösung" in den vergangenen sieben Jahren eine gute Anbindung, um die Einkaufsmärkte, Geschäfte und das Ärztehaus in Erbach auch ohne Auto zu erreichen. Die Änderung stößt hingegen auf einhellige Ablehnung.

Aufgrund zahlreicher Beschwerden hatte Ortsvertrauensmann Thomas Morsch eine Infoveranstaltung organisiert. Das Sportheim in Bruchhof platzte am Dienstagabend aus allen Nähten, als sich Sven Krupa und Arne Bach von Saar-Pfalz-Bus sowie der städtische Verkehrsbeigeordnete Rüdiger Schneidewind den Bürgern stellten und Auskünfte über die neue Buslinie 513 zwischen Homburg und Bruchhof gaben. Aufgrund der aufgebrachten, teils aggressiven Stimmung hatten sie es jedoch schwer, die Änderung des bisher bewährten Busplanes zu begründen.

Manfred Rippel kritisierte, dass die Stadtverwaltung "einschneidende Änderungen vornimmt, ohne den Ort und die Ortsvertrauensleute vorher zu informieren". Es gebe keine gute Anbindung an die Einkaufsmärkte und das Ärztehaus in Erbach mehr, unterstrich Morsch. Zudem müssten die Bürger am Bahnhof umsteigen. Die Anbindung an die Homburger Innenstadt sei vor allem für Menschen mit Gehhilfen beschwerlich, wenn sie zur Haltestelle am Marktplatz wollten, die nicht einmal eine richtige Bushaltestelle sei. Der Marktplatz sei ein Nadelöhr und werde von den Bruchhofer Bürgern abgelehnt. "Die Bürger bewegt die Haltestelle in der Talstraße am Christian-Weber-Platz", erklärte Thomas Clemenz. "Wir wollen durch die Talstraße", betonte Morsch unter dem Beifall der Bürger.

Beigeordneter Schneidewind erklärte, dass man Erbach im Halbstundentakt mit Umstieg am Hauptbahnhof gut erreichen und im gleichen Takt ohne Umsteigen zurückfahren könne. Arne Bach wies auf die Fahrgastzählung hin. Sie habe ergeben, dass die stündliche Linienführung 513 über die Dürerstraße in Erbach kaum angenommen werde und ein "erheblicher" Fahrgast-Rückgang zu verzeichnen sei.

Der ehemalige Ortsvertrauensmann Hans Engel wies auf die ältere Bevölkerung hin, die auf den Bus angewiesen sei. Er appellierte an Verwaltung und das Unternehmen Saar-Pfalz-Bus, "die Linienführung so zu lassen wie sie von 2005 bis 2012 war". Dem Vorwurf Engels, die Linienführung aus wirtschaftlichen Gründen geändert zu haben, wies Schneidewind zurück. Als Alternative versprach er, die bisherige Haltestelle in der Gerberstraße in die Talstraße gegenüber dem Hotel Euler zu verlegen. re

Mehr von Saarbrücker Zeitung