Ehrenamtliches Energiebündel

Höchen

Höchen. Er ist das, was die ehemalige Innenministerin und heutige Leiterin des Ressorts Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Annegret Kramp-Karrenbauer, einmal als "ehrenamtliches Gesamtkunstwerk" bezeichnet hat: Seit den frühen 70er Jahren prägt Anton "Toni" Poll das Vereinsleben in Höchen, vor einigen Tagen wurde der "Hans Dampf in allen Höcher Gassen" 70 Jahre alt. Polls Engagement reichte und reicht dabei von ganz unterschiedlichen Ämtern in den Sportvereinen des Dorfes bis hin zu einer nicht unerheblichen, kommunalpolitischen Karriere. So war er mehrere Jahre lang bei den beiden größten Höcher Vereinen, dem TuS und dem SV, Ausschussmitglied, trug Verantwortung als Hauptkassierer und Abteilungsleiter. Seine Arbeit in den Vereinen brachte ihm die größten Erfolge, aber auch die größten Enttäuschungen. "Der Bau der Tennisanlage des SV Höchen war eines meiner Highlights. Enttäuscht hat mich dagegen sehr, dass ich mich damals mit meinem Wunsch, das Sportheim aufzustocken, nicht durchsetzen konnte." Der Sport liegt dem inzwischen pensionierten Pharmareferenten Anton Poll schon immer sehr am Herzen, noch heute spielt er Tennis, schwimmt, fährt Rad und ist auf Skiern unterwegs. In den 70er Jahren war er Leiter der Abteilung Tischtennis beim TuS Höchen, brachte es bis zum Übungsleiter des Saarländischen und Deutschen Tischtennisverbandes und war Initiator und Gründungsmitglied der AH-Sparte des SV 1920 Höchen. Von 1975 bis 1986 war er zudem erster Vorsitzender und zeitweise auch Schriftführer des Sportvereins. 1979 gehört er zu den Gründungsmitgliedern des Stadtsportverbandes Bexbach, dem er noch heute als Ortsvertreter angehört. Zusätzlich war er Gründungsmitglied des Höcher Vereinsringes, in dem er heute noch als Schatzmeister aktiv ist. Politisch schlägt sein Herz für die CDU, bis zum heutigen Tag ist er Ausschussmitglied des Höcher Ortsvereins, war bis 2004 im Ortsrat aktiv, engagierte sich als Schatzmeister und ist bis heute fester Bestandteil der Seniorenunion. Poll beobachtet, wie sollte es anders sein, immer noch mit wachem Auge die Entwicklung im Dorf, an der er in erheblichem Maße Anteil hat, ganz gleich, ob es um das Vereinsleben oder die gesellschaftliche Entwicklung geht. "Höchen hat sich in den vergangenen fünf Jahren richtig positiv entwickelt. Wir haben eine Internetseite, eine eigene Zeitung und engagieren uns in vielen Projekten." Für Poll ist dies auch ein Ergebnis des Engagements von Ortsvorsteher Karl-Heinz Klein. Für die kommenden Jahre wünscht sich das Höcher Energiebündel vor allem eins - und das ist nicht überraschend: "Gesundheit natürlich."