Singen für Kinder in Kolumbien

Bexbach. Fast 90 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligten sich in der Pfarrgemeinde St. Martin an der Sternsinger-Aktion. Gestern wurde sie im Rahmen der Sonntagsmesse offiziell abgeschlossen. Das Bexbacher Gotteshaus war voll besetzt, als Kaplan Daniel Zimilski die Mädchen und Jungen begrüßte und ihnen für ihr Engagement im Dienst der guten Sache dankte

Bexbach. Fast 90 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligten sich in der Pfarrgemeinde St. Martin an der Sternsinger-Aktion. Gestern wurde sie im Rahmen der Sonntagsmesse offiziell abgeschlossen. Das Bexbacher Gotteshaus war voll besetzt, als Kaplan Daniel Zimilski die Mädchen und Jungen begrüßte und ihnen für ihr Engagement im Dienst der guten Sache dankte. "Ihr habt an der weltweit größten wohltätigen Aktion teilgenommen", wies er auf deren Bedeutung hin. Zwei Tage lang seien sie in der Stadt von Tür zu Tür gezogen, um mit ihrem Lied und ihrem Sternsinger-Spruch um eine Gabe zu bitten. In diesem Jahr sei das Geld der Sternsinger-Aktion für Kinder in Kolumbien bestimmt. Seit vier Jahrzehnten sei das Leben in diesem Land geprägt von Gewalt und Korruption, oft genug von Verfolgung und Mord. Kinder gehörten in besonderem Maß zu den Leidtragenden. Die Jungen und Mädchen, die sich am Wortgottesdienst beteiligten, schlossen die Kinder in Kolumbien besonders in die Fürbitten ein. Sie erbaten Gottes Hilfe für alle, deren Leben von Dunkelheit belastet sei. Noch mehr Kinder und Jugendliche seien in Gestalt der Heiligen Drei Könige und als Sternträger durch Bexbach gezogen als im Vorjahr. Kaplan Zimilski fand das besonders erfreulich, schließlich sei ein so großes Engagement in unserer Zeit alles andere als selbstverständlich. Das gelte nicht nur für die junge Generation, die sich an zwei Tagen in den Dienst der guten Sache gestellt habe. Nicht minder verdienten die Erwachsenen Dank und Anerkennung, die Gewänder und Sterne für die Aktion angefertigt und zudem die jungen Akteure im Pfarrheim mit Speis und Trank versorgt hätten. Dank sagte Zimilski den Bürgerinnen und Bürgern, die den Sternsingern ihre Türen geöffnet und mit ihrer Spende die Aktion unterstützt hätten. Das Zeichen "C+M+B 2009" (für das lateinische "Christus Mansionem Benedicat - Christus segne dieses Haus" möge sich segensreich für die Wohnungen der Spender erweisen. In den meisten Fällen seien die Sternsinger willkommen gewesen. Ab und zu seien sie aber auch auf Unverständnis oder gar auf Spott gestoßen. Den Spruch eines Bexbachers zitierte der Kaplan: "Singen? Nein, danke. Mir hat meine Frau heute Morgen schon den Marsch geblasen. Das genügt mir", erinnerte sich der Geistliche, und in der Kirche war unterdrücktes Lachen zu hören. In die Fürbitten schlossen die Sternsinger und Kaplan Zimilski alle Leute ein, ob sie nun den jungen Leuten geöffnet hatten oder nicht. Ein abschließendes Ergebnis der Bexbacher Sternsinger-Aktion lag beim gestrigen Gottesdienst noch nicht vor. Diakon Hans Eisel will mit Sternsingern noch einige Familien besuchen, was er aus Zeitgründen aufschieben musste.