Geduld ist weiter gefragt

Hauptsache, gudd gess: Bei Tafelspitz und Bratkartoffeln, spendiert von der RAG, wurde im Heiligenwalder Tennisheim über die Entwicklung der historischen Grubenanlage Itzenplitz nebst Umfeld diskutiert. Gestern war Saar-Umweltminister Reinhold Jost im Rahmen der Sommertour der Landesregierung vor Ort.

Mittwoch 12 Uhr, Treffpunkt Parkplatz am Itzenplitzer Weiher. Rüdiger Zakrzewski und seine Mitstreiter vom Förderverein historische Grubenanlage Itzenplitz, der Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs , Ortsvorsteher Klaus Gorny, RAG-Repräsentant Rudolf Krumm, Detlev Reinhard von der LIK Nord (Zweckverband Landschaft der Industriekultur), Privat-Investor und Itzenplitz-Unterstützer Eric Kleer und andere Beteiligte am Entwicklungs-Prozess haben sich versammelt, um Minister Reinhold Jost zu begrüßen. Nicht lange hält sich die Gesellschaft draußen auf, es regnet in Strömen. Und aus der so schön ausgedachten Tour übers Itzenplitz-Areal mit seinen zahlreichen Relikten der 250-jährigen Grubengeschichte und landschaftlichen Schönheiten nebst Spaziergang auf die benachbarte Halde Reden zum Alm-Ebi wird nix.

Nicht nehmen lässt sich die Gruppe aber die Besichtigung des renovierten Pumpenhauses als Weiher-Wahrzeichen (daran wird vom Förderverein noch weiter gearbeitet) und der Waschkauen, die Kleer attraktiv saniert hat und vermietet. Nicht nur Eric Kleer würde gerne noch mehr bewegen in Itzenplitz, wenn es denn schon einen konkreten Plan gäbe, wann das Gelände aus der Bergaufsicht entlassen wird, was wie gefördert werden kann und wer was wann wie gestalten kann. Zurzeit ist zumindest klar, dass alle Beteiligten und Verantwortlichen zum Bergbau-Premiumstandort (als solcher wurde Itzenplitz im vergangenen Jahr vom Wirtschaftsministerium benannt) stehen. Während diejenigen, die vor Ort arbeiten (wie Ortsvorsteher und Bürgermeister) gerne mehr aufs Tempo drücken würden, machte der Minister klar, dass "gut Ding auch Weile haben will". Will heißen, dass er sich als "Fan des Bergbaus" gerne reinhängen werde in die Entwicklung, doch dass die Rechtssicherheit gewahrt werden müsse.

RAG-Repräsentant Rudolf Krumm signalisierte viel Sympathie für die Itzenplitz-Förderer, machte aber klar, dass es noch zwei bis drei Jahre dauern werde, bis unter- und übertage alles gesichert und die (nicht sehr schwerwiegenden) Altlasten abgebaut seien. Wenn dann klar sei, welche Gebäude - das Ensemble steht unter Denkmalschutz - erhalten werden sollen, könne das Abrissbetriebsplanverfahren abgeschlossen werden.

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