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Christdemokraten in Landsweiler-Reden enthalten sich bei Beschluss

Ortsrat : CDU-Ortsräte fühlen sich nicht gut informiert

Christdemokraten in Landsweiler-Reden enthalten sich bei Beschluss zum städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für den Ort.

Im Mittelpunkt der vorläufig letzten Ortsratssitzung von Landsweiler-Reden in diesem Jahr stand das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept in der Städtebauförderung (ISEK) für den Ort. Das Konzept, das nach Ansicht von Detlef Reinhard (SPD) in einem Zeitraum von 15 bis 20 Jahren umgesetzt werden kann, sieht Maßnahmen für eine neue Ortsmitte, der Neugestaltung von Ortsdurchfahrten, einer städtebauliche Neuordnung, die Neugestaltung von Platzflächen und Wohnraummodernisierung von Privateigentum vor. Die Kosten für die Maßnahmen, die im weiteren Planungsprozess konkretisiert und angepasst werden müssen, werden zu zwei Dritteln von Bund und Land übernommen, sowie zu einem Drittel von der Gemeinde. Die Tagesordnung sah vor, dass nach der Präsentation des aktuellen Sachstandes durch Lisa Müller, „KernPlan“, der Beschluss für das weitere Vorgehen gefasst werden sollte. Dies lehnte die CDU-Fraktion jedoch ab, da sie sich nicht rechtzeitig und ausreichend informiert fühlte.

Bei Bürgermeister Markus Fuchs (SPD) stieß diese Haltung auf wenig Gegenliebe, sollte der Beschluss doch auf der Gemeinderatssitzung am folgenden Mittwoch vorgelegt werden, damit das weitere Prozedere angestoßen werden könnte (siehe Seite C 2). Auf Vorschlag des Ortvorstehers Holger Maroldt (SPD) enthielt sich die CDU bei der Abstimmung der Stimmen, während die SPD-Fraktion zustimmte.

Einstimmigkeit herrschte dann beim Thema Spielplatz Schillerstraße. Dieser wird aufgrund seines ramponierten Zustands, einige Spielgeräte sind stark beschädigt, geschlossen. Alternativ wird der Bolzplatz in der Richard-Wagner-Straße mit neuen Geräten bestückt. Bürgermeister Fuchs dazu: „Es sind noch Mittel im Haushalt vorhanden, so dass der Bolzplatz kurzfristig in Stand gesetzt werden kann.“ Damit komme man, so Fuchs, dem Wunsch vieler Eltern nach, die sich im Bereich von Goethe- und Schillerstraße einen Spielplatz gewünscht hätten.

Zum Abschluss der Sitzung wurden die Vereine einstimmig mit einem Zuschuss von 2970 Euro bedacht. Reinhard, der wie in den vergangenen Jahren den Verteilerschlüssel für die Bezuschussung ausgearbeitet hat, regte an, für alle Vereine der Gemeinde ein gemeinsames Vereinsheim zu schaffen. Dies würde den Vereinen in der schweren Situation durch Corona, das Vereinsleben erleichtern.

Maroldt dankte abschließens den Mitgliedern des Ortsrates für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem äußerst schwierigen Jahr.