Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:40 Uhr

Lauter Narren
Rot-blaues Regiment in der Residenz

Beschützt von seinen letzten Getreuen (lauter hübsche junge Frauen) erwartet der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer seine Verhaftung durch die Narren vor dem Alten Rathaus.
Beschützt von seinen letzten Getreuen (lauter hübsche junge Frauen) erwartet der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer seine Verhaftung durch die Narren vor dem Alten Rathaus. FOTO: Andreas Engel
Ottweiler. Der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer hoffte am  Fetten Donnerstag vergeblich auf Gnade.

Normalerweise sind die Narren pünktlich. Nur gestern hätten die Ottweiler Karnevalisten der beiden Vereine „So war noch nix 1847“ und die Bürgergarde Ottweiler (BGO) ihren Einsatz fast verpennt, könnte man meinen. Bürgermeister Holger Schäfer, getarnt als eine Art Sherlock Holmes, harrte im Alten Rathaus am Marktplatz der Dinge, scherzte mit seiner Entourage, und rief den Närrinnen und Narren, die ebenfalls auf die Truppen der beiden Karnevalsvereine warteten, zu, dass jetzt wohl keiner mehr käme,  um das Rathaus einzunehmen. „Mir sinn sicher“. Weit gefehlt, da hatte der Verwaltungschef die Karnevalisten heftigst unterschätzt. Die versammelten sich nämlich mit ihren roten Truppen (Bürgergarde Ottweiler) und blauen Kameraden (So war noch nix) vor dem Schlosstheater, schmiedeten Schlachtpläne und stärkten sich mit dem ein oder anderen Bier. Dann ging alles ganz schnell.

Flotte Marschmusik begleitete die stürmenden Narren, geführt von der schwer bewaffneten Löffelgarde, auf ihrem nicht sehr langen Weg zum Rathaus. Nach heftigem Wortgefecht gab Bürgermeister Holger Schäfer schließlich auf und streckte die Waffen mit seinen Gefährten. Wie man aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen   erfuhr, wurde der Friedensschluss hinter den Rathausmauern heftig und lang anhaltend gefeiert.