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Bienenzuchtverein Ottweiler stellt sich vor

Imker : Ein vielfältiges Hobby für Jung und Alt

Der Bienenzuchtverein Ottweiler stellt sich vor. Er ist einer von elf Vereinen im Kreisverband. Seit zehn Jahren wächst die Zahl der Imker ständig.

Bienen sind ein großes Thema. Nicht nur im Kreis Neunkirchen, aber dort ganz besonders. Gut, dass es da Vereine gibt, die sich ganz der Bienenzucht widmen. Der Bienenzuchtverein Ottweiler hat eine Pressemitteilung geschickt, in der er seinen Verein vorstellt. Der wurde 1984 gegründet und hat derzeit 71 Mitglieder. Hiervon sind 63 aktive Imkerinnen und Imker, die insgesamt 360 Völker nach der Auswinterung gemeldet haben. Das älteste Mitglied zählt stolze 91 Lebensjahre, wobei die noch verbliebenen zwei Völker von der Tochter betreut werden.

Satzungsgemäßer Zweck und Aufgaben des Verein sind „die Vertretung und Förderung aller Belange der Bienenhaltung, den Lebensraum der Bienen nach Möglichkeit zu erhalten und zu mehren sowie die Betreuung der Mitglieder. Der Verein hält Imkerinnen und Imker durch Vorträge und weitergehende Informationen auf dem neuesten Stand.“

Waren ursprünglich tatsächlich die Zucht und das Produzieren von Honig, als hochwertiges Lebensmittel, vordergründige Motivation der Altvorderen, so hat sich in den letzten Jahren ein gewisser Wertewandel im Vereinsleben durch eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit vollzogen. Durch den Zugewinn zahlreicher jüngerer Mitglieder, hat sich die Vereinsarbeit geändert. So wird beispielsweise der Kontakt zu Schulen auch außerhalb des Stadtbereiches von Ottweiler gepflegt, in dem Vereinsmitglieder Bienenprojekte betreuen und die Lehrer und Lehrerinnen bei der Führung der schuleigenen Völker vor Ort mit Rat und Tat unterstützen.

Aber nicht nur die Honigbiene und die Wildbienen haben die Imkerinnen und Imker des Vereins beim Pflanzen ihrer vielfältigen Trachtquellen im Auge. Vielmehr profitieren sonstige Insekten von der Vielfalt der Pflanzungen – das sei Insektenschutz pur, so heißt es weiter. Bienenhaltung sei seit mehreren Jahren im Trend, nicht erst seit der vom Landkreis Neunkirchen initiierten Aktion „Der Landkreis summt“. So habe sich die Anzahl der Imkerinnen und Imker in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt.

Immer öfter ist hierbei der Wandel vom konventionellen Imkern mit hohen Honigerträgen zum ökologischen, wesensgemäßen Imkern festzustellen. Der Bien, die Gesamtheit eines Bienenvolkes, wird als ein Organismus betrachtet. Wesensgemäße Haltung bedeutet allerdings nicht, so der Verein weiter, dass die Bienen sich selbst überlassen werden. Auch hier sind Kontrollen sowie vielfältige Maßnahmen erforderlich. Auf Wunsch steht der Verein mit erfahrenen Imkern und Imkerinnen beratend zur Seite. Hilfe bekommt die Imkerschaft durch die finanzielle Unterstützung unterschiedlicher Institutionen. Auf Antrag fördert beispielsweise der Kreis Neunkirchen Neuimkerinnen und Neuimker durch die Bezuschussung der Anschaffung von Bienenvölkern und Arbeitsmitteln.

Die Mitglieder des Bienenzuchtverein Ottweiler treffen sich in normalen Zeiten regelmäßig im Vereinslokal Schafbrücker Mühle in Ottweiler. Am letzten Montag eines jeden Monats wird dann beim Stammtisch gefachsimpelt oder es stehen Fachvorträge auf der Tagesordnung.

Der Bienenzuchtverein Ottweiler gehört zu den insgesamt elf Vereinen, die dem Verband der Imker im Kreis Neunkirchen (www.kv-imker-neunkirchen.de) angeschlossen sind. Dieser ist mit weiteren fünf Kreisverbänden dem Landesverband saarländischer Imker (www.saarlandimker.de) zugeordnet. Als übergeordnetes Organ fungiert der Deutsche Imkerbund (www.deutscherimkerbund.de), kurz D.I.B.

Im Saarland gibt es laut D.I.B. 2021 Imker und Imkerinnen mit insgesamt 10 408 Völkern und deutschlandweit 127 500 beim D.I.B. organisierte Mitglieder mit 851 012 Völkern.

Infos: Jürgen Schneider, Telefon (0 68 58) 6 98 00 54 oder E-Mail: ak-qm@bv.saar.vdi.de