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Stadt sucht verstärkt nach Wohnraum für Flüchtlinge

Stadt sucht verstärkt nach Wohnraum für Flüchtlinge

Gut vier Wochen ist es her, dass der städtische Integrationsbeauftragte Zeljko Cudina den Stadtrat über die aktuelle Lage in Sachen Flüchtlinge informiert hat. Die Ratsfraktionen hatten sich damals für eine Info-Offensive ausgesprochen (wir haben berichtet).In der jüngsten Stadtratssitzung hat jetzt SPD-Fraktionschef Willi Schwender die Gelegenheit genutzt, noch einmal nachzufragen, ob sich bei der Situation der Flüchtlinge etwas Wesentliches verändert habe.

Oberbürgermeister Jürgen Fried bestätigte, dass es in der Verwaltung mittlerweile mehrere Arbeitsgruppen gebe. Dank der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft und dem Amt für soziale Dienste komme die Verwaltung noch gut zurecht. Derzeit kümmere man sich aber verstärkt um Wohnraum. "Wir werden aber wohl bald größere Einheiten mit 20 bis 30 Personen belegen müssen", so Fried. "Wir müssen Gas geben, was die Beschaffung von Wohnungen angeht", so der Verwaltungschef weiter.

Aktuelle Informationen und Links zu überregionalen Informationsangeboten soll es auf der städtischen Webseite geben. Über diese Plattformen sollen durch fundierte Information auch häufige Vorurteile entkräftet werden.

CDU-Mann Henrik Eitel regte an, auch in der Stadt ein Info-Telefon nach Vorbild der Landesregierung einzurichten. "Dort könnten dann auch konkrete Missstände gemeldet werden." Vorurteilen könne nur mit Informationen begegnet werden. Laut OB Fried gibt es bereits zahlreiche Anrufe im Zusammenhang mit Flüchtlingen im Rathaus.