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Stadt Neunkirchen arbeitet an Konzept für Radverkehr

Ortsrat Neunkirchen : Stadt will Radverkehr in Neunkirchen voranbringen

Planungsbüro stellt Arbeit im Ortsrat vor. In diesem Jahr soll es Verbesserungen geben.

Als Bestandteil des städtischen Radverkehrskonzepts ist unter anderem vorgesehen, die Norduferstraße zu einer Fahrradstraße umzuwidmen, in der die Radfahrer absoluten Vorrang haben. Das kündigte Bernd Zollhöfer vom beauftragten Planungsbüro veloBüro Saar an, als er das Radverkehrskonzept am Donnerstag im Ortsrat Neunkirchen vorstellte.

Eine Fahrradstraße ist demnach eine von drei Möglichkeiten, Radwege anzulegen und zu kennzeichnen und somit das Konzept in die Praxis umzusetzen. Eine weitere Option sind die Schutzstreifen, so wie sie in der Kuchenbergstraße in Wiebelskirchen angelegt wurden, die vom Fahrzeugverkehr nicht genutzt werden dürfen. Als dritte Möglichkeit nannte Zollhöfer die Fahrradstreifen, die mit einer durchgehenden weißen Linie von der Straße abgetrennt sind. Die seien in der Innenstadt allerdings nur an wenigen Stellen möglich, bedauerte er. Der Mitarbeiter des Planungsbüros stellte klar, dass mit dem vorgesehenen Radverkehrskonzept ausschließlich der innerörtliche Alltagsradverkehr gefördert werden soll und so genannte „grüne Radwege“ zur touristischen Nutzung hierbei unberücksichtigt bleiben.

Wie schon zuvor in anderen Ortsratssitzungen wies der Planer darauf hin, dass die bauliche und farbliche Gestaltung von Knotenpunkten auch im Innenstadtbereich ein ganz wichtiges Element des Radverkehrskonzepts ist. Zollhöfer ging in der Sitzung im Komm-Zentrum auch auf den Zeitplan zur Umsetzung des Konzeptes ein. Demnach sind kurzfristige Maßnahmen noch in diesem und im nächsten Jahr vorgesehen, mittelfristige Projekte sollen 2023 bis 2025 umgesetzt werden und langfristige Vorhaben wie beispielsweise der Neubau von Fahrradstraßen werden erst 2026 an die Reihe kommen. Das Radverkehrskonzept Im Bereich der Innenstadt zu überplanen, sei nicht einfach gewesen, so der Planer.

Danach gehörte die Aufmerksamkeit dem Ortsvorsteher. Volker Fröhlich (SPD) informierte den Ortsrat über das Ergebnis einer Besprechung mit Stadtkämmerer Klaus Herrmann und anderen Amtsleitern zum Maßnahmenkatalog, mit dem sich der Ortsrat in seiner Märzsitzung beschäftigen wird. Die CDU-Fraktion im Ortsrat kritisiert in einer schriftlichen Anfrage die nach ihrer Sicht ungenügenden Serviceleistungen und Auskünfte von Mitarbeitern der Stadt bei Telefonanfragen. Die Fraktion sei von vielen Bürgern angesprochen worden, dass beispielsweise das Bürgerbüro auch während der Öffnungszeiten telefonisch nicht erreichbar sei. Stattdessen sei eine Bandansage zu hören, dass man außerhalb der Servicezeit anrufe. Auch die Auskünfte an Anrufer, die noch keine gelbe Tonne erhalten haben und sich nach gelben Säcken erkundigen, sei unbefriedigend, bemängelt die CDU-Fraktion. Sie fordert deshalb, dass die Mitarbeiter darauf hingewiesen werden, dass sie Dienstleister sind und den Bürgern gegenüber eine Serviceleistung zu erbringen hätten. Der Service- und Dienstleistungsgedanke müsse den Mitarbeitern näher gebracht werden, so die Anregung der CDU-Fraktion.