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Radverkehsrkonzept Neunkirchen betrifft auch Wellesweiler

Ortsrat Wellesweiler : Für Radfahrer wird umgebaut

Im Ortsrat Wellesweiler ging vieles um Beförderung. So zum Beispiel um das Radverkehrskonzept.

Wenn das städtische Radverkehrskonzept in den nächsten Jahren nach und nach umgesetzt werden soll, dann wird das auch in Wellesweiler zu einigen baulichen Veränderungen in der Verkehrsinfrastruktur führen. Darauf wies Bernd Zollhöfer vom Planungsbüro Velo-Büro Saar hin, als er das Konzept am Mittwoch im Ortsrat Wellesweiler vorstellte. Zollhöfer erläuterte die geplanten Hauptverkehrsrouten für den Radverkehr in Wellesweiler und Umgebung und verwies darauf, dass das Konzept in erster Linie für den Alltagsradverkehr ausgelegt ist.

„Vorhandene Radfernwege bleiben außen vor“, machte der Planer deutlich. Hierzu sollen in Wellesweiler in einigen Bereichen Fahrradstreifen auf den Verkehrsstraßen markiert und, wo möglich, vorhandene Straßen in Fahrradstraßen umgewidmet werden. Die Umgestaltung von Knotenpunkten ist für die Planer „eine enorm wichtige Sache“ und dazu gehöre beispielsweise die bauliche Umgestaltung von Verkehrskreiseln, erklärte Zollhöfer.

Eine ganz wichtige Maßnahme ist nach Ansicht der Planer auch, den Übergang vom Radweg entlang der Blies in die Wellesweilerstraße neu zu gestalten. „Das wurde in der Vergangenheit etwas stiefmütterlich behandelt“, kritisierte der Mitarbeiter des Planungsbüros. Auch der Bürgersteig im Krummeg wird verbreitert werden, kündigte Zollhöfer an, um Radfahrern und Fußgängern gleichermaßen Platz zu bieten.

Die städtische Klimaschutzmanagerin Anna Paquet informierte den Ortsrat über die Standorte für die Fahrradabstellanlagen am Wellesweiler Friedhof, an der Grundschule und an der Sporthalle. CDU-Fraktionssprecher Axel Birtel machte deutlich, dass das Konzept „nicht für ein oder zwei Jahre angelegt ist, sondern eher über fünf bis sechs Jahre umgesetzt werden soll“. Birtel ist zugleich Ortsverbandsvorsitzender des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) und war in vielen Workshops und Besprechungen dabei, als das Konzept im vergangenen Jahr erstellt wurde. Bernd Zollhöfer wies darauf hin, dass für derartige Konzepte ausreichend Fördergelder vorhanden sind, „so dass der Bund förmlich Förderprojekte sucht“.

Auch danach ging es in der Sitzung in der Awo-Begegnungsstätte um Fördermaßnahmen, diesmal aber um Projekte im ländlichen Raum und hierzu kündigte Ortsvorsteher Dieter Steinmaier von der SPD eine Fragebogenaktion in der Wellesweiler Bevölkerung an. Der Ortsrat sollte aber schon im Vorfeld ein Konzept erstellen und festlegen, welche Projekte in Frage kommen, meinte der Vorsitzende. Als mögliche Beispiele nannte Steinmaier die Instandsetzung von Wanderwegen oder die Erneuerung von Hinweisschildern im Ort.

„Wenn die Anfrage aus dem Rathaus kommt, müssen wir vorbereitet sein“, forderte der Ortsvorsteher und er fügte hinzu: „Es liegt mir sehr am Herzen, dass wir das machen“. Bis zu seiner nächsten Sitzung will der Ortsrat geeignete Vorschläge zusammentragen und in einen Fragebogen einarbeiten. Nach Rücklauf und Auswertung der Erhebungen soll dann eine Bürgerversammlung stattfinden, in der die Vorschläge besprochen werden.