Neuer Leiter fürs Finanzamt

Der Vorstand im Finanzamt Neunkirchen hat am Donnerstag offiziell gewechselt. Vor zahlreichen Ehrengästen hat Staatssekretär Axel Spies den erfahrenen Hans-Ulrich Reuter ins Amt eingeführt.

Die ehemalige Hüttenstadt ist für Hans-Ulrich Reuter keine Unbekannte. Seit Donnerstag ist er offiziell neuer Vorsteher des Finanzamtes in Neunkirchen .

Wie er selbst vor zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Verwaltung betonte, begann sein beruflicher Werdegang mit einer Banklehre an der Blies. "Ich weiß noch gut, dass wir nach dem Lüften in der Mittagspause den Hüttenstaub von den Schreibtischen wischen musste", erinnerte sich Reuter an seine beruflichen Anfänge zurück. Seine Karriere in der saarländischen Finanzverwaltung hat Reuter seit 1980 über mehrere Stationen im Land geführt. Unter anderem hat er als Vorsteher bereits die Häuser in Homburg und Saarlouis geleitet. "Mein beruflicher Kreis scheint sich in der Stadt zu schließen", so Reuter, der in zwei Jahren wohl den Ruhestand antreten wird. Seinem Vorgänger dankte er für die Übergabe eines "geordneten Hauses". Dem Dienstherrn, Finanzminister Toscani, sicherte er Loyalität und Pflichtbewusstsein zu. Dieses Versprechen nahm Reuters persönlicher Freund, Finanzstaatssekretär Axel Spies, in Vertretung des Ministers entgegen.

Grundvoraussetzung, gerade auch im Hinblick auf die anstehenden Umwälzungen in der saarländischen Finanzverwaltung , ist laut Reuter auch, das Personal mitzunehmen. "Ich wünsche mir für eventuelle Probleme eine faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit", so Reuter an die Adresse des Personalratsvorsitzenden Harald Scheid. Dieser betonte, dass es angesichts der Sparbemühungen bis 2020 fast unmöglich sei, das Personal rundum zufrieden zu stellen. Trotzdem sei er überzeugt, dass Reuter in zwei Jahren ein geordnetes Haus übergeben werde. "Ich habe ein gutes Gefühl - Hans-Ulrich Reuter kennt genau die Probleme und weiß, worauf er achten muss." Seit Mai ist Reuter bereits in Neunkirchen zu Gange. "In dieser Zeit hat seine Tür immer offen gestanden und er hatte ein offenes Ohr", so Scheid. Für das Personal wünschte er ein "stets gut geführtes Amt und einen gut gelaunten Vorsteher".

Axel Spies betonte, dass man mit Hans-Ulrich Reuter einen erfahrenen und kompetenten Mann bekomme. "Das ist gut für Neunkirchen ", so Spies. Er skizzierte aber auch die Sparbemühungen , welche die saarländische Finanzverwaltung zu erwarten hat. So sei die Finanzkasse von Neunkirchen bereits nach Saarlouis, die Betriebsprüfung nach Saarbrücken gewandert. Außerdem gebe es eine Kooperation und damit Arbeitsteilung in Sachen Grunderwerbsteuer und Erbschaftssteuer mit Rheinland-Pfalz. Neunkirchen , so Spies, werde aber weiter ein wichtiger Standort im östlichen Saarland bleiben. So werde im Laufe des nächsten Jahres die Ausbildung der Finanzämter Homburg, St. Ingbert und St. Wendel vom Neunkircher Amt übernommen. Die Vollstreckungsstelle werde ebenfalls von Homburg und St. Ingbert nach Neunkirchen wechseln.

Auch für diese Aufgaben wünschte er Hans-Ulrich Reuter in Neunkirchen eine glückliche Hand.

Zum Thema:

HintergrundBis 2020 ist in der Landesverwaltung ein Stellenabbau von insgesamt 2400 Jobs vorgesehen. Daran beteiligen sich auch die Finanzämter mit 152 Stellen. Im Mai vergangenen Jahres hatte Finanzminister Stephan Toscani mit dem Hauptpersonalrat der Finanzämter , den weiteren Interessenvertretungen und den in der Finanzverwaltung vertretenen Gewerkschaften die Vereinbarung "Finanzamt 2020" unterschrieben. Sie beschreibt vorgesehene organisatorische Veränderungen. Außerdem wurde laut Ministerium eine Verbesserung für die Mitarbeiter erreicht. Das Finanzamt Neunkirchen ist zuständig für die Bezirke Eppelborn, Illingen, Merchweiler, Neunkirchen , Ottweiler, Spiesen-Elversberg und Schiffweiler. red