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Knappe Kassen bremsen Arbeiten aus

Der Winterdienst war Thema im Ortsrat. Symbolfoto: Gentsch/dpa
Der Winterdienst war Thema im Ortsrat. Symbolfoto: Gentsch/dpa
Münchwies. Die angespannte Haushaltslage in den Kommunen macht auch in Wiebelskirchen, Hangard und Münchwies den Planern einen Strich durch die Rechnung. Aber nicht alles fällt dem Sparzwang zum Opfer. In Wiebelskirchen beispielsweise werden Bürgersteige ausgebessert. Heinz Bier

Unter Vorsitz von Ortsvorsteher Rolf Altpeter hat sich der Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies am Dienstag unter anderem mit dem Maßnahmenkatalog für 2015 befasst, der angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt aber nur in Teilen realisierbar sein wird.

In Wiebelskirchen werden darin als kurzfristige Maßnahmen unter anderem die Modernisierung der beiden städtischen Kindertageseinrichtungen, die Renovierung des Kulturhauses, des Wibilohauses und der Friedhofshalle sowie die Sanierung des Kriegerdenkmals gefordert. Die Deckensanierung in Teilen der Bexbacher Straße und der Pflugstraße wird nicht erfolgen. Nach Mitteilung der städtischen Tiefbauabteilung werden solche Arbeiten in diesem Jahr aus Kostengründen nicht vorgenommen, stattdessen sollen verstärkt Bürgersteige ausgebessert werden.

Kurzfristige Forderungen in Hangard sind unter anderem die weitere Sanierung der Ostertalhalle, der Umbau des Feuerwehrgerätehauses, die Umgestaltung des Enchenberger Platzes, die Schaffung eines Proberaums für den Musikverein im Keller des Kindergartens, die Gestaltung des Umfeldes der katholischen Kirche sowie das Anlegen eines Beachvolleyballplatzes und die Pflege des Jugendraums als Maßnahmen der Jugendarbeit.

Auch in Münchwies wird die Schaffung und Unterhaltung eines Jugendraums im Untergeschoss des Pfarrhauses als dringliche Maßnahme angesehen. Auch notwendige Ausbesserungsarbeiten auf dem Friedhof, die Erneuerung der Treppenanlage von der Sporthalle zum Sportplatz oder die Verschönerung des Dorfplatzes wünscht sich der Ortsrat als kurzfristige Maßnahmen in Münchwies . Im Maßnahmenkatalog sind auch Forderungen zum Aufstellen von Abfallbehältern und Sitzgelegenheiten im gesamten Ortsratsbereich aufgeführt. Peter Voigt, der Leiter und Harald Schmidt , der technische Leiter des Zentralen Betriebshofs der Stadt Neunkirchen (ZBN), wollen insbesondere die Wünsche nach zusätzlichen Müllbehältern nicht in jedem Fall erfüllen. Voigt verwies auf über 700 Papierkörbe und Abfalleimer im Stadtbereich, die regelmäßig von ZBN-Mitarbeitern entleert werden müssen. Grundsätzliche Zustimmung signalisierte Voigt bei der Aufstellung zusätzlicher Ruhebänke und Sitzgelegenheiten an verschiedenen Stellen im Ortsratsbereich. Harald Schmidt stellte in Aussicht, dass in Münchwies demnächst möglicherweise ein Grünschnittcontainer aufgestellt wird, der durch den ZBN regelmäßig geleert wird. Auch eine Grünanlagenpflegerin soll wieder eingesetzt werden.

Ebenfalls ein Thema für den ZBN war der Winterdienst. Hier erklärten die Vertreter die dreistufige Prioritätenliste, nach der die Straßen geräumt werden: An erster Stelle Straßen im Stadtgebiet, dann gefährliche und verkehrswichtige Straßen und dann die Nebenstrecken. Zusätzlich gebe es 7000 Punkte, die von Handstreukolonnen gereinigt würden. Voigt monierte das oftmals rücksichtslose Verhalten von Anwohnern, die ihre Fahrzeuge so verkehrswidrig parken, dass die Streufahrzeuge nicht durchkommen und deshalb eine Räumung nicht möglich ist.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Michael Schmidt von der Neunkircher Verkehrsgesellschaft, dass er derzeit keine Möglichkeit sehe, ein Kurzstreckenticket und ein Cityticket für die Buslinie 316 in Wiebelskirchen einzuführen. Außerdem sehe er aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und zum Einhalten der Taktung auf den Strecken keine Anbindung der NVG-Linie 316 an das Gewerbegebiet Vogelsbach. Stattdessen könnte zu Schichtzeiten ein Kleinbus oder ein Sammeltaxi den Fahrdienst übernehmen, erklärte Schmidt.