| 17:36 Uhr

Abschied mit Fackeln und Trompeten

Der neue Wehrführer Klaus Theis überreicht das Abschiedsgeschenk der Wehr, eine Florianstatue aus Holz, an Hermann-Josef Recktenwald. Foto: Bernhard schäfer
Der neue Wehrführer Klaus Theis überreicht das Abschiedsgeschenk der Wehr, eine Florianstatue aus Holz, an Hermann-Josef Recktenwald. Foto: Bernhard schäfer
Eppelborn. Es war ein großes Stelldichein der Feuerwehrführungskräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Neunkirchen, der Gemeinde Eppelborn und benachbarten Kreisen im Big Eppel in Eppelborn. Alle waren sie gekommen, um dem scheidenden Wehrführer der Eppelborner Wehr, Hermann-Josef Recktenwald, ihren Respekt zu zollen Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Schäfer

Eppelborn. Es war ein großes Stelldichein der Feuerwehrführungskräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Neunkirchen, der Gemeinde Eppelborn und benachbarten Kreisen im Big Eppel in Eppelborn. Alle waren sie gekommen, um dem scheidenden Wehrführer der Eppelborner Wehr, Hermann-Josef Recktenwald, ihren Respekt zu zollen. Respekt für 18 Jahre in der verantwortungsvollen Position des Wehrführers der Illtalgemeinde. Aber auch sehr viele politisch Verantwortliche ließen es sich an diesem Abend nicht nehmen, Recktenwald ihre Aufwartung zu machen und Dank zu sagen. Allen voran die Bürgermeisterin der Gemeinde, Birgit Müller-Closset, die zwar erst fünf Monate mit Recktenwald zusammengearbeitet hat, ihn in dieser Zeit aber als besonnenen und engagierten Wehrmann kennengelernt hat, wie sie erfreut feststellte,



Besonders die kleine Laudatio, die Alt-Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz an diesem Abend bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Ausscheiden hielt, spiegelte die Schaffenszeit von Recktenwald vortrefflich. Ein wenig Wehmut spürte man in den Ausführungen von Lutz, der nach eigenen Worten in den 18 Jahren der engen Zusammenarbeit mit Recktenwald immer einen fairen Partner hatte, der nur ein Ziel hatte: eine schlagkräftige Wehr in Eppelborn vorzuhalten. "Die Mannschaft war in Eppelborn für Hermann-Josef Recktenwald immer höchste Priorität und er hatte das Talent die Wehr zusammenzuhalten", so Lutz. Ganz besondere Dankesworte richteten alle Redner an die Familie von Hermann-Josef Recktenwald. "Ohne eine so starke Frau im Hintergrund wäre ein solches Ehrenamt in unserer Gemeinde nicht möglich gewesen", resümierte der neue Wehrführer Klaus Theis. Theis beschrieb auch den Werdegang von Recktenwald, dessen Engagement stets von der Förderung der Jugendfeuerwehr geprägt war. Eine weitere besondere Ehre wurde dem scheidenden Wehrführer ebenfalls zuteil. Aus den Händen der Bürgermeisterin konnte er neben seiner Entlassungsurkunde auch die Ernennungsurkunde zum Ehrenwehrführer der Gemeinde Eppelborn entgegennehmen.

Anschließend gingen im großen Saal des Big Eppel die Lichter aus, und es wurde mucksmäuschenstill. In die gespannte Erwartung des Publikums hinein erklangen die ersten Trompetentöne, während zahlreiche Eppelborner Feuerwehrleute mit brennenden Fackeln hereinmarschierten und beidseitig der Bühne für den großen Zapfenstreich Aufstellung nahmen.

Eine bewegende Zeremonie zum Abschluss der offiziellen Verabschiedung zu Ehren von Hermann-Josef Recktenwald zelebriert wurde. Der Fanfarenzug der Eppelborner Wehr und der Instrumentalverein sorgten für Gänsehautgefühl und für so manche verdrückte Träne in den Reihen der Zuschauer. Dass die Feuerwehr diese Zeremonie gewählt hatte, um ihren Wehrführer in den wohlverdienten Ruhestand zu entlassen, zeigt, dass man die fachliche und menschliche Kompetenz von Hermann-Josef Recktenwald zu würdigen wusste.



Zur Person

Hermann-Josef Recktenwald, Jahrgang 1953, trat 1965 in die Feuerwehr Eppelborn ein. Schon früh erkannte er, dass die Jugendarbeit in der Feuerwehr von elementarer Bedeutung ist. Nachdem er bereits einige Zeit für die Jugendfeuerwehr in seinem Löschbezirk verantwortlich war, wurde er im Jahr 1988 zum Kreisjugendfeuerwehrwart im Landkreis Neunkirchen berufen.

1994 wurde er dann von den Wehrleuten aus der gesamten Gemeinde Eppelborn zum Wehrführer gewählt. Insgesamt 18 Jahre hatte er dieses Ehrenamt inne und viele Neuerungen in Eppelborn eingeführt. ard