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CDU: Keksdose abreißen

Neunkirchen. Eine Begrüßungsrede, durch die sich der Begriff "Mut" zog, hielt Karl Albert beim Neujahrsempfang der Neunkircher Christdemokraten am Mittwochabend. Der Vorsitzende von Stadtverband und Stadtratsfraktion der CDU verknüpfte diese Tugend mit etlichen seiner namentlich erwähnten Gäste Von SZ-Redakteur Gunther Thomas

Neunkirchen. Eine Begrüßungsrede, durch die sich der Begriff "Mut" zog, hielt Karl Albert beim Neujahrsempfang der Neunkircher Christdemokraten am Mittwochabend. Der Vorsitzende von Stadtverband und Stadtratsfraktion der CDU verknüpfte diese Tugend mit etlichen seiner namentlich erwähnten Gäste. Auch Albert selbst bewies Mut, indem er seine Rede unbeirrt fortsetzte, als ein Stromausfall den Empfang der "Schwarzen" einige Minuten verdunkelte.


Albert bescheinigte dem Gastgeber Geneva dann auch Überblick und Mut für seine Positionierung im "komplizierten gesundheitlichen System". Den zweiten Hausherrn, Apotheker Christoph Bertram, lobte er fürs Engagement der Familie seit drei Generationen: "Die Bertrams sind fester Bestandteil unseres Gemeinwesens!"

Unter den Gästen aus seiner eigenen Partei bezeichnete der Neunkircher CDU-Chef das Bundestagsmitglied Alexander Funk als "einen, der auch mal gegen den Strom schwimmt". Unter anderem erwähnte er ferner das Stadtrats-"Urgestein" Ernst-Jürgen Kohlhund und den Landtagsabgeordneten Tobias Hans.



Dem Vertreter der Stadt, dem Beigeordneten Sören Meng, versicherte Albert, die Neunkircher CDU verspreche weiterhin eine sachbezogene Zusammenarbeit und werde "Mut beweisen als Motor, Treibriemen und Vordenker" für die Stadtentwicklung. Seine Partei werde ein besonderes Augenmerk auf Fritz Deckers "Gudd Stubb" legen: Stummplatz, Lübbener Platz, Lindenallee und Bliespromenade sollten als Einheit attraktiv gestaltet, die Keksdose abgerissen werden. Es schwebe ihm eine "echte Fußgängerzone" vor, sagte Albert, und erinnerte an den positiven Werdegang des St. Johanner Marktes in Saarbrücken. Hier fordere er alle Bürger auf, Ideen und Anregungen einzubringen: "Man darf als Partei nicht nur auf die Mitglieder schauen, sondern auf die Leute, die bereit sind, sich einzubringen."

Sehr wichtig sei ihm auch die Umgestaltung des Marienplatzes mit seinem besonderen Flair, versicherte Albert in Richtung von Pfarrer Michael Wilhelm. Der CDU-Vormann vergaß auch nicht den hohen Stellenwert der Integration zu erwähnen: "Zeljko Cudina oder Mushin Ece sind genauso gute Neunkircher wie Ernst-Jürgen Kohlhund oder Karl Albert", stellte er mit Blick auf diese Gäste fest.

Man will 2013 also schwarze Akzente setzen - auch wenn beim Neujahrsempfang zur Bedienung für die Gäste rote Notizblöcke und grüne Kugelschreiber aus dem Bertramschen Werbefundus auslagen.Foto: elias

"Seid ruhig ruppig!"

Aufforderung Karl Alberts an die Adresse der Jungen Union