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BI Nordsaarlandklinik
Weitere Mitstreiter werden gesucht

Einen Blumenstrauß für das 300. Mitglied: Beate Barbian wird von BI-Sprecher Bernd Schröder (l.) begrüßt.
Einen Blumenstrauß für das 300. Mitglied: Beate Barbian wird von BI-Sprecher Bernd Schröder (l.) begrüßt. FOTO: Eriich Brücker / Erich Brücker
Wadern. Über 300 Menschen sind in der Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik. Zwei Mahnwachen in Wadern sind geplant.

Kräftig die Werbetrommel für neue Mitglieder gerührt hat die Bürgerinitiative (BI) Nordsaarlandklink mit Sprecher Bernd Schröder an der Spitze während der zweitägigen Waderner Trend-Messe. Das Engagement war von Erfolg gekrönt. „Wir konnten mit Beate Barbian aus Konfeld nicht nur unser 300. Mitglied in den Verein aufnehmen, sondern weitere 38 Mitglieder“, meldet Schröder einen Tag später. Außerdem haben nach Worten des Vorsitzenden viele Interessenten die Beitrittserklärungen mit nach Hause genommen, so dass man in den nächsten Wochen noch weitere Mitglieder erwarten könne.


Für April plant die Bürgerinitiative eine umfassende Mitgliederwerbung in den Gemeinden Weiskirchen und Nonnweiler sowie in Teilen der Gemeinde Tholey. Seit Schließung des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Wadern kämpft die Bürgerinitiative, die sich nur mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert, im Hochwald für die Errichtung einer Nordsaarlandklinik. Diese ist jetzt auch vom Gesundheitsministerium im neuen Krankenhausplan genannt und für zukunftsträchtig erachtet worden. Was noch fehlt, ist ein Träger für eine solch wichtige Einrichtung, die in Wadern den geeigneten Standort haben könnte. „Zurzeit warte ich auf Antwort von zwei privatwirtschaftlichen Trägern, die ich vor zwei beziehungsweise vier Wochen angeschrieben habe. So kämpfen wir weiter für die Nordsaarlandklinik und freuen uns über jedes neue Mitglied, das uns unterstützt“, sagt Schröder. Er hofft auf einen weiteren Mitgliederzuwachs. Die Nordsaarlandklinik nennt er für die Gesundheitsvorsorge im Hochwald lebensnotwendig. Deren Aufnahme in den Krankenhausplan ist für ihn ein wichtiger Zwischenschritt, der interessierten Trägern signalisiert, dass auch die Regierung hinter dem Projekt steht.

Noch ein Thema treibt Schröder um: Es ist die extreme Überlastung der Krankenhäuser in der Region. „Als die Marienhaus-Gesellschaft ankündigte, dass sie das Waderner Krankenhaus schließen werde, hätte das Gesundheitsministerium sie verpflichten müssen, in den umliegenden Kliniken die räumlichen und personellen Vorkehrungen zu schaffen. Die Behandlungsmöglichkeiten, die bislang in Wadern angeboten wurden, hätten parallel zum Bettenabbau ersetzt werden müssen und nicht erst ein Jahr später“, moniert Schröder.

Wer Interesse an einer Mitgliedschaft in der BI hat, kann sich am heutigen Freitag, 16. März, und am Freitag, 23. März, bei den weiteren Mahnwachen der BI auf dem Marktplatz in Wadern jeweils ab 10 Uhr anmelden. Ab einem Mindestbeitrag von fünf Euro im Jahr kann jeder einen beliebigen höheren Beitrag entrichten. Die BI kann steuerabzugsfähige Bescheinigungen ausstellen.

(eb)