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Fußball
Hoch motiviert in die Wiederholung

Noswendels Marcel Lorig (hier links auf einem Archivfoto gegen Fabian Hein vom SV Wahlen-Niederlosheim) war gegen Rastpfuhl einer der besten Spieler auf dem Feld. Das 3:1 macht er selbst, drei Mal wurde er im Strafraum gelegt.
Noswendels Marcel Lorig (hier links auf einem Archivfoto gegen Fabian Hein vom SV Wahlen-Niederlosheim) war gegen Rastpfuhl einer der besten Spieler auf dem Feld. Das 3:1 macht er selbst, drei Mal wurde er im Strafraum gelegt. FOTO: Rudolf Barth
Wadern. Heute trifft der FC Noswendel Wadern im Wiederholungsspiel des Pokals auf Köllerbach. Die Generalprobe ist gelungen: Am Montag putzte der FC in der Liga Tabellenführer Rastpfuhl weg. Von David Benedyczuk

Die Verbandsliga-Fußballer des FC Noswendel Wadern scheinen gerüstet für die Neuauflage im Saarlandpokal-Viertelfinale gegen Saarlandligist SF Köllerbach heute um 19 Uhr in Hasborn. Die Elf von Spielertrainer Thorsten Schütte fegte am Ostermontag den frisch gebackenen Tabellenführer FC Rastpfuhl auf dem heimischen Rasen in Wadern mit 6:2 (2:1) förmlich vom Platz und von der gerade eroberten Tabellenspitze. Die nehmen nun wieder die SF Rehlingen-Fremersdorf ein, die vor 14 Tagen ebenfalls gegen Noswendel Wadern eine Schlappe kassiert hatten. „Wahnsinn, dass wir nach Rehlingen jetzt wieder einen Tabellenführer geknackt haben“, freute sich Schütte über die geglückte Generalprobe für die Pokal-Wiederholung gegen Köllerbach.


Nachdem die erste Viertelfinal-Auflage auf dem kleinen Hartplatz in Wadern nach einem Tritt des FC-Vorsitzenden Verwaltung gegen Köllerbachs Spielertrainer Robin Vogtland 20 Minuten vor Ende beim Stand von 2:2 abgebrochen worden war (wir berichteten), fiel die Wahl des Spielorts in Ermangelung eines geeigneten Flutlichts am FC-Rasenplatz auf Hasborn. Schütte begrüßt die Neuansetzung durch den Verband: „Im Sinne des Sports ist es gut, dass das Ganze auf dem Fußballplatz und nicht am grünen Tisch entschieden wird.“ Eine besonders aufgeladene Partie erwartet er nicht. „Auch das erste Spiel war ja sportlich fair verlaufen“, sagt Schütte.

Gegen Rastpfuhl deutete sein Team zudem an, dass es dem favorisierten Saarlandligisten auch ohne Vorteil durch den engen Hartplatz gefährlich werden kann. Nach der frühen Saarbrücker Führung durch Christian Puff (4.) drehte der FC mächtig auf – und das Spiel in nur drei Minuten: Julian Mertes köpfte eine Ecke von Jan Grünewald zum Ausgleich ins Netz (20.), dann verwandelte Alexander Neu einen an Marcel Lorig verübten Elfmeter (23.) – ein Szenario, das noch zwei Mal wiederkehren sollte: Kurz nach seinem 3:1 (60.) wurde Lorig erneut im Strafraum gefoult, Neu verwandelte den Elfmeter ebenso sicher wie einen dritten zum 6:2-Endstand (78.). Auch da war Lorig gelegt worden. Sturmpartner Sven Schwindling hatte zuvor das 5:1 (68.) erzielt, ehe Calogero Raia das zweite Gästetor gelang (74.).

„Nach dem frühen 0:1 mussten wir unseren Plan A, kompakt stehend auf Konter zu lauern, gleich über Bord werfen. Wir haben dann riskant gespielt, waren dabei sehr bissig im Zweikampf und haben richtig viele Chancen erarbeitet“, lobte Schütte – und fügte mit Blick auf Köllerbach an: „Wir haben gegen eine Mannschaft, die in die Saarlandliga möchte, gezeigt, dass wir auf einem größeren Rasenplatz etwas ausrichten können. Wir waren fußballerisch besser als der Gegner. Das war eine gute Generalprobe für Köllerbach. Wir sind hochmotiviert und guter Dinge“, sagt der Spielertrainer, der heute Abend die Chance auf das erste Saarlandpokal-Halbfinale der Clubhistorie unbedingt nutzen will.