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Pokalkracher
Noswendel will Hartplatz-Vorteil nutzen

Im Achtelfinale des Saarlandpokals warf Verbandsligist FC Noswendel Wadern bereits den zwei Klassen höher spielenden FV Eppelborn aus dem Wettbewerb, hier eine Szene aus der Partie vom 15. November 2017. Heute erwartet das Team aus dem Hochwald im Pokalviertelfinale in Wadern die SF Köllerbach, die in der Saarlandliga im Mittelfeld rangieren.
Im Achtelfinale des Saarlandpokals warf Verbandsligist FC Noswendel Wadern bereits den zwei Klassen höher spielenden FV Eppelborn aus dem Wettbewerb, hier eine Szene aus der Partie vom 15. November 2017. Heute erwartet das Team aus dem Hochwald im Pokalviertelfinale in Wadern die SF Köllerbach, die in der Saarlandliga im Mittelfeld rangieren. FOTO: Achim Thiel / Kerosino
Wadern. Für den FC Noswendel rückt das Halbfinale des Saarland-Pokals in Sichtweite. Zu Gast auf dem Hartplatz in Wadern sind die SF Köllerbach.  Von David Benedyczuk

Der 15. November letzten Jahres war für Verbandsliga-Aufsteiger FC Noswendel Wadern ein fußballerischer Festtag: Im Achtelfinale des Saarlandpokals gelang der Mannschaft des neuen Spielertrainers Thorsten Schütte mit dem 4:1-Erfolg nach Verlängerung über den Oberligisten FV Eppelborn ein echter Überraschungscoup – und damit der Sprung in die Runde der letzten Acht, wo heute Abend um 19 Uhr die Sportfreunde Köllerbach aus der Saarlandliga der Gegner sind.


Ort des Geschehens: Jener Braschenplatz, auf dem der FC gegen Eppelborn so sensationell aufspielte. „Wir hätten sogar in der regulären Spielzeit gewinnen können, hatten mehr Spielanteile und waren besser als Eppelborn“, hatte Schütte sein Team im Anschluss gelobt. Jetzt hofft der 35-Jährige, dass buchstäblich – und wie bei ihm tatsächlich der Fall – Weihnachten und Geburtstag erneut auf einen Tag fallen. Köllerbach sei zwar individuell stark besetzt. Etwa mit Meriton Mehmeti, der vor allem in der vergangenen Hallenrunde grandios auftrumpfte. Oder Torjäger Valentin Solovej, der „aus dem Nichts Tore macht“, wie Schütte weiß. Doch auf der roten Asche – „unser Hartplatz“, wie es der FC-Spielertrainer formuliert – ist der nächste Coup vielleicht gar nicht mal ausgeschlossen.   

Den ungewohnten Untergrund hat auch Köllerbachs Spielertrainer Robin Vogtland als größte Gefahr ausgemacht. Um optimal auf den Braschenplatz vorbereitet zu sein, verlegte er das eigene Abschlusstraining extra auf den Hartplatz des FV Püttlingen. „Außerdem habe ich mich bei Eppelborns Trainer Jan Berger informiert, was uns dort erwartet“, erklärt der 28-Jährige, der ergänzt: „Ich will unbedingt ins Halbfinale, egal wie. Und wenn es im Elfmeterschießen ist“, so Vogtland. Eppelborn schaffte es seinerzeit nicht mal in die Elfer-Lotterie. Der Oberligist ging zwar vor der Pause in Führung (40.), doch Sven Schwindling glich nach Vorlage von Senkrechtstarter Marcel Lorig postwendend aus (43.).

Schwindling, der bei Noswendel Waderns geglückter Generalprobe beim 4:3-Ligasieg bei der SSV Überherrn fehlte, könnte gegen Köllerbach wieder eine wertvolle Option sein. In der Verlängerung legte der Torjäger gegen Eppelborn dann Dominik Holz das wichtige 2:1 auf. Lorig und Yannick Gleser sorgten daraufhin für den 4:1-Erfolg. Ein solch klarer Sieg ist heute nicht zu erwarten: „Eppelborn hat uns unterschätzt. Das wird Köllerbach sicher nicht tun“, ist Schütte überzeugt, verspricht aber: „Wir werden uns wieder so teuer wie möglich verkaufen.“ Und vielleicht klappt es dann tatsächlich mit dem größten Erfolg in Noswendel Waderns Pokalhistorie.