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Wiemann: Scheuerhof-Gelände bald von Unrat befreit

Auf dem Scheuerhof-Areal wurde Bauschutt wild entsorgt. Foto: Badelt
Auf dem Scheuerhof-Areal wurde Bauschutt wild entsorgt. Foto: Badelt FOTO: Badelt
Nohn. Margit Stark

Läuft alles nach Plan, werden auf dem Scheuerhof -Gelände bald die Bagger rollen. Dann soll das internationale Jagd- und Schießsportzentrum auf dem Terrain der ehemaligen Lungenklinik hochgezogen werden. Gestern hat die Diana-Touristik die Baubeginn-Anzeige der Unteren Bauaufsicht vorgelegt. Das teilte Mettlachs Bürgermeister Carsten Wiemann der SZ mit.

Derweil treibt Joachim Badelt von den Freien Wählern Mettlach (FBM) weiter die Frage um: Sind im Bauschutt Stoffe enthalten, die für das nahe gelegene Wasser-Schutzgebiet gefährlich sind? Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte er den Mettlacher Verwaltungschef die seiner Meinung nach illegalen Ablagerungen auf dem Areal hingewiesen (wir berichteten).

Auch das Landesamt für Umweltschutz, kurz LUA, hatte Badelt eingeschaltet. "Die Menge an Bauschutt hat sich im Vergleich zum Juli vergangenen Jahres vergrößert", stellte er fest. "Entfernt wurde meines Erachtens nichts." Erneut wandte er sich an den Verwaltungschef und das LUA. Mitte März war laut Badelt ein Mitarbeiter der Behörde vor Ort, der sich sehr kritisch zu dem Zustand geäußert hatte. Auf SZ-Anfrage teilte Bürgermeister Carsten Wiemann mit: "Nachdem wir im Spätsommer 2014 Kenntnis erlangt haben, dass neben den Abbruchmassen weitere Erdmassen und illegale Abfallstoffe abgelagert wurden, ist das Ordnungsamt der Gemeinde tätig geworden." Durch Hinweise aus der Bevölkerung sei der Verursacher ermittelt worden, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet.

Zudem wurde laut Wiemann die Grundstückeigentümerin aufgefordert, den Müll zu beseitigen und künftig dafür zu sorgen, wilde Ablagerungen zu verhindern. Eingeschaltet worden seien das LUA und die Untere Bauaufsicht . Die Diana-Touristik habe versprochen, mit Baubeginn die Ablagerungen ordnungsgemäß zu beseitigen und die Erdmassen nach deren Eigenschaft für den Bau aufzubereiten. Heute befasst sich das Oberverwaltungsgericht Saarlouis erneut mit dem Jagd- und Schießzentrum Scheuerhof - auf Antrag von zwei Nachbarn.